Spiegelei, Rührei oder das Frühstücksei am Sonntag – das Ei darf bei vielen auf dem Frühstückstisch nicht fehlen. Säuglinge können im ersten Lebensjahr jedoch noch nicht alles essen, was Erwachsene gerne mögen. Das Hühnerei gehört dazu. Wir haben für Dich zusammengestellt warum Du bei Eiern vorsichtig sein solltest.

Eier sind doch lecker – warum eigentlich nicht?

Eier und vor allem rohe Eier bürgt für Dich in der Schwangerschaft sowie für Dein Baby in den ersten Monaten ein gewisses Risiko. Dieses kann sich beispielsweise in einer Salmonellenvergiftung oder auch einer Unverträglichkeit äußern. aber ab wann darfst Du Deinem Baby nun Eier anbieten? Im folgenden erfährst Du mehr.

Allergie auf Ei, Eiweißallergie, Unverträglichkeit

Das Hühnereiweiß im Ei birgt ein großes Allergierisiko. Es ist sogar eine der häufigsten Allergien im Säuglingsalter. Dennoch wird das Allergierisiko nicht durch den Verzehr von Ei erhöht und ist daher unbedenklich. Bei einem Allergie-Verdacht sollte ein Arzt aufgesucht werden und im Anschluss eine Ernährungsumstellung erfolgen. Beruhigend ist die Erkenntnis, dass sich in den meisten Fällen eine Hühnereiweißallergie bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres wieder verwächst. Ist Dein Kind allerdings auf Eier allergisch, ist die einzig sinnvolle Therapie das Meiden von allen Produkten die Ei enthalten.

Rohe Eier sind für Babys gefährlich – Salmonelleninfektion

Rohe Eier sowie weich gekochte Eier sind für Babys hingegen tabu, da sie die Gefahr einer Salmonelleninfektion birgen. Salmonellen sind Bakterien, die für Dein Baby sehr gefährlich werden können. Eine Infektion mit diesen bringt Symptome wie Durchfall und Erbrechen mit sich. Ein solcher Flüssigkeitsverlust kann für Babys lebensgefährlich sein. Daher sollte bei einem Verdacht schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden und der Flüssigkeitshaushalt durch Elektrolyt-Lösungen ausgeglichen werden.

In welchen Lebensmitteln verstecken sich rohe Eier

Rohe Eier befinden sich meist in Pfannkuchenteig, Waffelteig, Aufläufen, Mayonnaisen, Sauce Hollandaise, Kuchenteig, Tiramisu oder auch Speiseeis. Diese Dinge sollten daher möglichst gemieden werden. Industriell hergestellte Mayonnaise stellt jedoch keine Gefahr dar, weil die darin enthaltenen Eier zuvor pasteurisiert wurden. Du solltest jedoch davon absehen Dein Kind beim Kuchen backen den Teiglöffel ablecken zu lassen. Achte zusätzlich darauf die Eier getrennt von anderen Lebensmitteln aufzubewahren.

Ab wann darf ich meinem Baby Eier zum Essen geben?

Eier enthalten sehr viel Protein. Dieser Proteinlieferant ist ideal für den Bedarf eines Erwachsenen. Die Nieren eines Säuglings sind mit dem hohen Proteingehalt jedoch überfordert und können die Eiweißmenge noch nicht verarbeiten. Daher solltet Du Deinem Baby Eier frühestens ab dem 9. Monat anbieten, wenn alle drei Beikostmahlzeiten eingeführt sind. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt jedoch Eier erst ab dem 1. Lebensjahr in den Speiseplan mit aufzunehmen. Die Daumenregel besagt, maximal ein Ei die Woche ab dem ersten Lebensjahr und maximal zwei Eier die Woche ab Ende des zweiten Lebensjahres. In jedem Fall solltest Du darauf achten, dass Du die Eier dabei immer gut garst. Sowohl das Eiklar als auch der Eidotter müssen eine feste Konsistenz aufweisen. Im zweiten Lebensjahr darfst Du Deinem Kind dann ebenfalls Rührei, Omelette oder auch gebratene, pochierte oder gekochte Eier anbieten. Auch Eierspeisen wie Pfannkuchen oder Spätzle dürfen natürlich nach und nach ebenfalls auf dem Speiseplan stehen.

Darf ich (rohe) Eier in der Schwangerschaft essen?

In der Schwangerschaft solltest Du davon absehen rohe Eier zu essen, da die Gefahr einer Salmonellenvergiftung besteht. Die Bakterien können zwar nicht direkt auf Dein Baby übertragen werden, wir raten Dir aber trotzdem dazu auf Speisen mit rohen Eiern zu verzichten, denn eine Infektion durch Salmonellen führt in der Regel zu Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall, Erbrechen oder auch Fieber.

Während Deiner Schwangerschaft fokussiert sich Dein ganzer Körper auf Dein Baby, die Bildung eines kleinen Menschen. Hier wird das eigene Immunsystem gern einmal hinten angestellt, wodurch Du für Infektionen anfälliger wirst. Dieses gilt ebenfalls für die Salmonelleninfektion. Bei schweren Vergiftungen kann diese manchmal auch in einer Fehl- oder Frühgeburt enden. Deshalb solltest Du einfach auf rohe Eier und alle Gerichte mit rohen Eiern verzichten, um dieses Risiko gar nicht erst einzugehen. Außerdem solltest Du darauf achten, dass Geflügel und Hackfleisch immer gut durchgegart sind, denn auch hier ist das Risiko einer Salmonelleninfektion versteckt.

Fazit

Wir raten Dir dazu Dich an die Empfehlungen des Deutschen Instituts für Kinderernährung zu halten und Eier erst ab dem 1. Lebensjahr auf den Speiseplan Deines Babys zu schreiben. Zuvor hat es Zeit zahlreiche andere schmackhafte Lebensmittel kennenzulernen.


Wenn es um die Ernährung des eigenen Kindes geht, ist das Sicherheitsbedürfnis aller Eltern völlig zurecht besonders groß. Es ist bekannt, dass Babynahrung nach dem Kochen eingefroren werden kann, aber eignen sich tiefgekühltes Obst und Gemüse auch für die Herstellung von Babybrei? Die meisten Eltern verwenden für den selbst gekochten Brei frische Zutaten, da gegenüber tiefgekühlten Rohstoffen immer noch Skepsis herrscht. Doch stellen tiefgekühlte Lebensmittel vielleicht sogar eine gesündere Alternative dar?

Frische oder tiefgefrorene Zutaten?

Mit der Einführung der Beikost stehst Du vor der Entscheidung, ob Du lieber selber kochen oder auf Produkte aus dem Gläschen zurückgreifen möchtest. Selbst kochen ist in der Regel zeitaufwendiger, jedoch weißt Du dann natürlich genau was im Brei enthalten ist. Für die Herstellung von Babybrei ist frisches Obst und Gemüse bei den meisten Eltern die erste Wahl, denn durch seine satten Farben zieht es uns im Supermarkt förmlich an. Wir assoziieren es mit Frische, Vitaminen und reichlich Ballaststoffen. Für die Ernährung Deines Babys scheint es auf den ersten Blick also perfekt zu sein. Erntefrisches Obst und Gemüse eignet sich dafür besonders gut. Durch lange Liefer- und Lagerzeiten verliert das Obst und Gemüse allerdings nicht nur an Frische sondern auch an Vitaminen und Nährstoffen. Man nehme das Beispiel Vitamin C – Gemüse und Obst verliert pro Tag ungefähr 20% Vitamin C.

Wie sieht es da bei tiefgekühltem Obst und Gemüse aus? Tiefgekühltes Obst und Gemüse wird nach der Ernte direkt schockgefrostet. Das hat den Vorteil, dass so eine Menge Nährstoffe und Vitamine erhalten bleiben, die weder durch Lagerung oder Lieferung zerstört werden können. Voraussetzung ist natürlich die Einhaltung der Kühlkette. Aber wie funktioniert das Ganze genau?

Was ist Schockfrosten?

Schockfrosten ist derzeit das schnellste und schonendste Gefrierverfahren und somit auch die Methode, bei der die meisten Nährstoffe erhalten bleiben. Die Lebensmittel werden bei unter minus 30 Grad eingefroren. Innerhalb kürzester Zeit bildet sich eine dünne, tiefgefrorene Schicht um das Lebensmittel, die verhindert, dass weder Flüssigkeit noch Nährstoffe entweichen können. Mittels dieser Methode wird eine besonders hohe Qualität der Produkte gewährleistet, da die Lebensmittel sehr schonend konserviert werden. Diese Methode ist allerdings nicht mit dem Gefriergang zuhause in der eigenen Tiefkühltruhe zu vergleichen, denn die besitzt in der Regel keine Funktion zum Schockfrosten.

Aber ist tiefgekühltes Obst oder Gemüse für den Babybrei geeignet?

Beim Einfrieren bleiben neben Geschmack und Farbe vor allem eine Menge Nährstoffe und Vitamine erhalten. Aber ist tiefgekühltes Obst und Gemüse auch für die Babynahrung geeignet? Oder solltest Du lieber auch frische Produkte zurückgreifen? Tiefgekühlte Produkte können prinzipiell für die Zubereitung von Babybrei genutzt werden. Allerdings gibt es ein paar Punkte auf die Du dabei achten solltest.

Was muss ich bei tiefgefrorenen Lebensmitteln beachten?

Absolute Vorsicht ist bei Himbeeren geboten, denn hier besteht die Gefahr von Noroviren, daher sollten Himbeeren vor dem Verzehr am besten abgekocht werden. Achte beim Kauf von tiefgekühlten Produkten darauf, dass Du nur das pure Obst und Gemüse kaufst. Oftmals sind Zusätze wie Salz, Zucker oder Gewürze mit hinzugegeben. Ein Beispiel dafür wäre Spinat. Das grüne Blattgemüse wird häufig noch mit etwas Gorgonzola oder anderen Milchprodukten verfeinert. Diese Milchprodukte sollten bei Deinem Baby im ersten Lebensjahr allerdings noch nicht auf dem Speiseplan stehen.

Kann ich den Brei, den ich aus tiefgefrorenen Lebensmitteln erneut einfrieren?

Bei selbst zubereiteten Babybrei kochen viele Eltern auf Vorrat, indem sie die Gerichte einfrieren. Die Vorteile dafür liegen auf der Hand. Du kannst die Gerichte einzeln portionieren und auf saisonales Obst und Gemüse zurückgreifen. Geschmack und Qualität des Breies bleiben dabei erhalten. Lebensmittel von sehr hoher Qualität wie beispielsweise Biofleisch können so haltbar gemacht werden. Ein wunderbarer Nebeneffekt ist, dass Du Küchenarbeit und Kosten reduzieren kannst. Produkte die Du für die Herstellung von Babybrei bereits tiefgekühlt einkaufst, solltest Du allerdings nicht erneut einfrieren. Dies ist zwar nicht gesundheitsschädlich für Dein Kind, allerdings ist der Nährstoff- und Vitaminverlust extrem hoch. Um also Deinem Baby eine optimale Versorgung zu gewährleisten und eine gesunde Entwicklung zu fördern, solltest Du tiefgekühlte Produkte nicht ein weiteres mal im häuslichen Tiefkühlschrank einfrieren. Hier läuft der Gefrierprozess sehr viel langsamer ab, im vergleich zum Schockfrosten. Somit gehen nicht nur durch das Kochen sondern auch beim gefrieren weitere Nährstoffe verloren. Schlussfolgernd eignen sich tiefgekühlte Rohstoffe nicht, um auf Vorrat für dein Baby zu kochen.

Fazit

Prinzipiell spricht nichts gegen die Verwendung von tiefgekühltem Obst und Gemüse für den Babybrei, nur das Vorkochen für die ganze Woche stellt eine Herausforderung dar. Erntefrisches Obst und Gemüse ist somit für das wöchentliche Brei vorkochen die bessere Wahl. Hierbei solltest Du jedoch im Hinterkopf behalten, dass das frische Obst und Gemüse durch die lange Lagerung sehr viele Nährstoffen verliert. Diesbezüglich weist tiefgekühltes Obst und Gemüse bessere Eigenschaften auf. Was also die beste Option für Dich ist, solltest Du daran bemessen, ob Du jeden Tag oder auch zweiten Tag für Dein Baby frisch kochen möchtest oder ob es Dir besser gefällt für die Woche vor zu kochen. Wenn keine dieser Optionen für Dich in Frage kommen und Du am liebsten auf fertige Alternativen zurück greifst, ist dieses auch in Ordnung. In diesem Fall empfehlen wir Dir unseren Artikel über Fertigprodukte und worauf Du beim Kauf achten solltest.


Allergie-Prävention leicht gemacht

Für Dein Baby ist es eine der aufregendsten Zeiten jeden Tag neue Geschmäcker zu entdecken. Mamas Essen probieren, an einem Zwieback lutschen oder einen neuen Gemüsebrei testen. Alles Neue aus zu probieren macht Deinem Baby Spaß. Obwohl das Allergierisiko eines Babys erhöht ist, ist die Meinungen, dass bestimmte Lebensmittel gemieden werden sollten, veraltet. Experten sind heutzutage der Ansicht, dass ein früher Kontakt mit bestimmten Lebensmittel sogar Allergien vorbeugen kann.

Entwickelt Dein Baby gegenüber einem bestimmten Lebensmittel eine Unverträglichkeit ist in erster Linie der Magen-Darm-Trakt betroffen. Hierzu gehören Bauchschmerzen, Koliken, Blähungen, Durchfall und in einigen Fällen übergibt sich Dein Baby sogar. Wenn Du eine Lebensmittel-Intoleranz Deines Babys vermutest, solltest Du ebenfalls einen Arzt um Rat bitten und Dein Baby auf das spezifische Lebensmittel testen lassen.

Was ist eigentlich eine Allergie?

Eine Allergie ist eine immunbiologische Überempfindlichkeit gegen körperfremde Stoffe. Das körpereigene Abwehrsystem bildet Antikörper gegen diese körperfremde Substanz, auch Antigene oder Allergene genannt. Aus diesem Grund entsteht eine Reaktion, die unterschiedlich ausfallen kann.

Nahrungsmittelallergien und Intoleranzen lösen teilweise die gleichen Symptome aus, die Ursache ist jedoch eine komplett unterschiedliche. Bei einer Allergie führen harmlose und unschädliche Stoffe aus der Umwelt dazu, dass eine überschießende Reaktion des Immunsystems stattfindet. Dafür reichen bereits kleinste Mengen aus. In vielen Fällen verursacht eine Nahrungsmittelallergie eine sofortige Reaktion. Von einer Intoleranz spricht man hingegen, wenn eine Unverträglichkeit vorliegt, die auf eine Stoffwechselstörung zurückzuführen ist. Die Ursachen können hierbei ganz unterschiedlich sein. Intoleranzen hängen oft mit einem Enzymdefekt oder Enzymmangel zusammen. Im weiteren Sinne zählen diese beide zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Wie unterscheide ich eine Allergie von einer Unverträglichkeit?

Bei einer Nahrungsmittelallergie kannst Du eine Reaktion bereits direkt oder bis zu einer Stunde nach Genuss des allergenen Lebensmittels feststellen. Die Symptome treten also meist sehr schnell auf. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ruft erst wesentlich später eine Reaktion hervor. Dieser Zeitraum kann kann zwischen Stunden und Tagen variieren. In den meisten Fällen betrifft die Reaktion den Verdauungstrakt.

Wenn ich unter einer Allergie leide, vererbe ich diese automatisch an mein Kind?

Eine direkte Vererbung ist prinzipiell nicht möglich, allerdings ist die Veranlagung für die Entwicklung einer Allergie vererbbar. Kurz gesagt bedeutet dies, dass Dein Kind eher dazu tendiert eine Allergie zu entwickeln wenn Du oder Dein Partner bzw. Deine Partnerin an einer Allergie leiden. Das Risiko für Dein Baby selbst an einer Allergie zu erkranken steigert sich erneut, wenn Ihr Beide allergisch seid. Darüber ist entscheidend, ob Dein Kind bereits Geschwister hat, die unter einer Allergie leiden. Im Allgemeinen ist die Verwandtschaft ersten Grades entscheidend.

Das Allergierisiko in Abhängigkeit von der familiären Belastung

Kein Elternteil allergisch 15 Prozent
Ein Geschwisterkind allergisch 25 – 35 Prozent
Ein Elternteil allergisch 20 – 40 Prozent
Beide Elternteile allergisch 50 – 60 Prozent
Mit gleicher Krankheit allergisch 60 – 80 Prozent

Wie kann ich Allergien und Unverträglichkeiten vorbeugen?

Allergien nehmen heutzutage immer weiter zu. Woran es liegt, kann momentan noch nicht genau gesagt werden. Es gibt jedoch eine Reihe von Maßnahmen die Du ergreifen kannst, um das Risiko einer allergischen Erkrankung für Dein Kind zu reduzieren, sowohl in der Schwangerschaft, als auch während der Stillzeit und mit der Einführung der Beikost.

1. Phase der Allergievorbeugung – in der Schwangerschaft

Viele der bisher geltenden Richtlinien für Schwangere und stillende Mütter wurden durch neue Studien widerlegt. Des Weiteren ist es sogar förderlich, dass Dein Baby bereits im Mutterbauch mit einigen Lebensmittel in Kontakt kommt. Zu diesen Lebensmitteln gehören zum Beispiel Fisch, Eier und Weizen, welche als allergieauslösend gelten. Diese Annahme ist jedoch überholt und somit musst Du als Mutter nicht auf Fischgerichte verzichten. Ebenso wird immer wieder gesagt, dass das Stillen von Babys das Allergierisiko senken kann, doch stimmt dieses?

Ernähre Dich ausgewogen und abwechslungsreich, das ist das Beste für Dein Kind. Als Allergikerin solltest Du natürlich trotzdem weiterhin auf Deine Allergene verzichten. Von Diäten während der Schwangerschaft wird konsequent abgeraten. Unbedingt solltest Du zudem Tabakrauch meiden. Rauch, ob aktiv oder passiv, schädigt nicht nur die Atemwege sondern erhöht auch enorm das Risiko für Dein Baby eine Allergie zu entwickeln. Das gleiche gilt auch für Luftschadstoffe. Auch sie können die Entwicklung einer Allergie fördern.

2. Phase der Allergievorbeugung – während der Stillzeit

Experten, wie die WHO, empfehlen noch immer Babys bis zum 6. Monat ausschließlich zu stillen um Allergien vorzubeugen. Die Muttermilch ist allergenarm und schützt dadurch die Darmschleimhaut Deines Babys vor Allergenen. Nach neuen Erkenntnissen, solltest Du als Mutter gerade in dieser Zeit nicht auf allergene Lebensmittel, wie Beispielsweise auf Hühnerei und Milch, verzichten. Laut Ärzten und Wissenschaftlern gilt der frühe Kontakt mit allergenen Stoffen in kleiner Dosis als förderlich für die Gesundheit Deines Babys.

Das Beste was Du machen kannst, um Allergien bei Deinem Baby vorzubeugen, ist zu stillen. Jedoch schützt auch Stillen Dein Kind nur in Gewissem Umfang, eine hundertprozentige Garantie gibt es leider nie. Der vorbeugende Effekt konnte dabei ausschließlich in den ersten 4 Lebensmonaten nachgewiesen werden. Entscheidend ist dabei, dass Du auch in den ersten Tagen nach der Geburt, wenn die Muttermilch vielleicht noch nicht so reichlich fließt, nicht auf herkömmliche Säuglingsmilchnahrung zurück greifst. Auch während der Stillzeit solltest Du Dich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Ist Dein Kind bereits allergiegefährdet, gibt es dafür eine speziell entwickelte HA-Nahrung. Dein Kinderarzt wird Dich in diesem Fall gern unterstützen.

Hat mein Baby ein größeres Allergierisiko, wenn ich nicht stille?

Wenn Du dein Baby nicht stillst, gibt es einige Dinge, welche Du im Bezug auf das Allergierisiko Deines Babys bei einer alternativen Milchnahrung beachten solltest. Ist Dein Baby als ein Risikokind eingestuft, sollte es in den ersten 4 Monaten hypoallergene Nahrung, so genannte HA-Milch bekommen. Hierbei ist der Eiweißanteil soweit abgebaut, dass der Körper diese nicht mehr als Fremdkörper erkennt. Wird ein erhöhtes Allergierisiko erst zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt, zu dem bereits gestillt wurde, führt ein Umstieg auf HA-Milch meist zur Ablehnung der Milch. HA-Milch ist um einiges bitterer als die eher süßliche Muttermilch. Wurde bei Deinem Baby eine Kuhmilchallergie nachgewiesen, solltest Du auf die alternative HA-Milch verzichten, da diese bei Deinem Babys eine schwere allergische Reaktion auslösen kann. Die HA-Milch besteht aus größeren Bestandteilen des Kuhmilcheiweißes, als Kuhmilch selbst. Somit eignet sich HA-Milch rein zur Vorbeugung einer Allergie, jedoch nicht zur Behandlung. In diesem Fall solltest Du einen Arzt aufsuchen, um die beste Lösung für Dich und Dein Baby finden.

3. Phase der Allergievorbeugung – Einführung der Beikost

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung empfiehlt, dass Dein Baby frühestens im fünften und spätestens im siebten Monat die erste Beikost erhalten sollte. Achte darauf, dass Du die empfohlenen Breie Schritt für Schritt einführst. Zu Beginn der Beikost braucht Dein Kind noch keine große Abwechslung, sondern eine langsame Gewöhnung an die verschiedenen Nahrungsmitteln. Mit der Einführung der Beikost sollte Dein Baby dann mit der Einführung der verschiedenen Breie bereits langsam mit Kuhmilch oder auch Weizen in Kontakt kommen.

Unter folgenden Link kannst Du einen Allergie-Risiko-Check für Dein Baby machen.

Spezialfall Zöliakie

Bei einer Zöliakie handelt es sich um eine Mischung aus Allergie und Autoimmunerkrankung, bei der die Betroffenen eine Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten aufweisen. Gluten ist in bestimmten Getreideprodukten wie Roggen, Hafer, Weizen, Gerste, Dinkel und Grünkern enthalten. Zöliakie-Patienten leiden dabei unter einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Typische Symptome im Säuglings- und Kleinkindalter sind ein stark aufgeblähter Bauch, Durchfall, Erbrechen, Wesensveränderungen, Appetitlosigkeit und ein verringertes Wachstum. Wird bei Deinem Kind eine Zöliakie diagnostiziert, benötigt es eine glutenfreie Ernährung, denn eine ursächliche Behandlung ist momentan noch nicht möglich. Dies bedeutet, dass alle Nahrungsmittel, die eins der genannten Getreide enthalten, vom Speiseplan Deines Kindes gestrichen werden müssen.

Viele verarbeitete Produkte wie Nudeln, Brot, Brötchen oder auch Milchbreie mit Hafer sind glutenhaltig.

Kann ich eine Zöliakie vorbeugen?

In Deutschland besitzen 30-40% der Bevölkerung eine genetische Veranlagung für die Entwicklung einer Zöliakie. Aber nicht mal ein Prozent erkrankt tatsächlich. Erst durch äußere Einflüsse kann es dazu kommen, dass eine Zöliakie ausbricht. In vielen Studien wird der Zusammenhang von Stillen und glutenhaltiger Beikost im fünften bis sechsten Monat diskutiert. Dieser Zusammenhang konnte bisher jedoch durch keine wissenschaftliche Studie bestätigt werden. Somit wird bisher auf die bestehenden Pläne der Beikosteinführung verwiesen.

Welche Umweltfaktoren beeinflussen die Entwicklung von Allergien?

Allergien können stark von der Umwelt beeinflusst werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist Tabakrauch – sowohl aktiv als auch passiv. Jede nicht gerauchte Zigarette kommt Deinem Kind dabei zugute. Luftverschmutzung und Autoabgase lassen sich leider nicht komplett meiden. Hausstaubmilben auf der anderen Seite sind oft nur zu einem geringen Maß vorhanden, außerdem kann eine normales Maß an Hausstaubmilben sogar die Immunabwehr fördern und einer Allergie vorbeugen. Ähnliches gilt für Haustiere. Lebt in Deinem Haushalt schon ein fell-tragendes Haustier, muss dieses natürlich nicht abgeschafft werden sobald ein Baby unterwegs ist. Allerdings sollte auch kein Haustier zusätzlich angeschafft werden, wenn Du Dich in der Schwangerschaft befindest. Allgemein gilt jedoch, dass allergiegefährdete Babys in einer katzenfreien Umgebung besser aufgehoben sind. Aber auch schlechte Luft, Schimmel, Feuchtigkeit oder Schadstoffe in Farben und neuen Möbeln können Allergien fördern. Regelmäßiges Lüften und lösungsmittelarme Substanzen, die mit dem blauen Engel gekennzeichnet sind, können dabei helfen die Allergieentwicklung zu minimieren.

Allergiepräventions-Richtlinien – warum werden diese stetig verändert?

Warum sind heute Dinge widerlegt, welche letztes Jahr noch in den Allergiepräventions-Richtlinien geführt wurden? Dies kann unterschiedliche Gründe haben: es werden stetig neue Studien durchgeführt, die zu einem großen Wissenszuwachs führen. Somit entstehen neue Richtlinien und alte werden widerlegt. Darüber hinaus wurde in den letzten Jahren der Konsens gebildet, dass nur noch Richtlinien herausgegeben werden dürfen, welche durch methodisch hochwertige Studien belegt werden konnte. Dies hat zur Folge, dass ausgesprochene Empfehlungen einer höheren Qualität entsprechen.

Wie halte ich das Allergierisiko meines Babys bei dem Start in die Beikost möglichst klein?

Um Allergien vorzubeugen, findet der Start in die Beikost optimalerweise nach Vollendung des 4. Monats statt. Bis dahin solltest Du Dein Baby ausschließlich stillen oder mit Muttermilchersatz ernähren. Ein früher Kontakt mit Lebensmitteln beugt jedoch dem Risiko von Allergien Deines Babys vor. Dies gilt für allergiegefährdete sowie für nicht gefährdete Babys. Aktuelle Studien widerlegen, dass Risiko und nicht-Risiko Kinder unterschiedlich essen sollten. Zu beachten ist jedoch, dass Du die Einführung in die Beikost nicht mit dem Abstillen gleichsetzt.

Des Weiteren ist bei der Beikosteinführung sinnvoll, neue Nahrungsmittel einzeln einzuführen. Das heißt, dass Du Deinem Baby über mehrere Tage ein neues Lebensmittel gibst und beobachtest, wie es darauf reagiert. So können mögliche Unverträglichkeiten leicht erkannt werden.

Gibt es Lebensmittel auf die ich ganz verzichten sollte?

Es gibt einige Lebensmittel, welche zwar als allergieauslösend gelten, auf die Du und Dein Baby nicht verzichten sollten. Im Folgenden findest Du einige Lebensmittel, bei welchen Du bei der Einführung besonders auf eine mögliche allergische Reaktion achten solltest.

Kuhmilch

Kuhmilch galt für lange Zeit als stark allergenes Lebensmittel. Der Rat Deinem Baby im ersten Lebensjahr keine Kuhmilch zu geben, gilt heutzutage jedoch als Mythos. Es gilt sogar als förderlich, wenn Dein Baby im ersten Lebensjahr allergieauslösende Lebensmittel kennen lernt, um möglichen Allergien entgegenzuwirken. Vorerst wird Dein Baby Milch im Milch-Getreide Brei kennen lernen. Ab dem 12. Monat kannst Du Deinem Baby zusätzlich Vollmilch als Getränk anbieten.

Erdbeeren

Erdbeeren sowie Himbeeren können im Einzelnen bei Babys Allergien hervorrufen. Du solltest sie Deinem Baby jedoch auch nicht vor dem 6. Monat anbieten. Wenn eine allergische Reaktion auftritt, fällt diese meist mild durch einen Ausschlag rund um den Mund auf. Du kannst sie deinem Baby also bedenkenlos zum Probieren geben und im Falle einer allergischen Reaktion zukünftig aus dem Ernährungsplan streichen.

Eier

Hartgekochte Eier kannst Du Deinem Baby ab einem Alter von 6. Monaten unbedenklich geben. Rohe Eier hingegen sollten gemieden werden. Sie könnten Salmonellen-Bakterien enthalten, welche wiederum eine Lebensmittelallergie hervorrufen können. Somit sollte Dein Baby keinerlei rohen Kuchenteig, Tiramisu oder Mayonnaise bekommen – welches generell keine Speisen sind, die auf dem Speiseplan Deines Babys stehen sollten.

Fisch

Der Darm Deines Babys tut sich zu Beginn noch schwer Eiweiß zu spalten und löst somit eine allergische Reaktion aus. Für lange Zeit galt unter anderem Fisch als ein allergieauslösendes Lebensmittel. Doch auch Fisch gehört zu den Produkten, die Dein Baby ohne Probleme bereits mit der Einführung des Gemüse-Fleisch-Breis kennenlernen sollte. Heutzutage gilt, je früher Dein Baby mit Fisch in Berührung kommt, umso geringer ist das Risiko eine Fischallergie zu entwickeln.

Getreide

Glutenhaltige Lebensmittel, wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Dinkel solltest Du Deinem Baby nicht vorenthalten. Das Füttern dieser glutenhaltigen Lebensmittel kann bei Deinem Baby wie eine Impfung gegen Zöliakie wirken. Eine Zöliakie hingegen ist eine Unverträglichkeit gegen das Getreideeiweiß Gluten. Die genetische Veranlagung sie zu entwickeln besteht bei 30 bis 40 Prozent der Deutschen Bevölkerung. Dieses heißt jedoch nicht, dass diese auch ausbrechen muss. Studien zeigen jedoch, dass ein früher Kontakt mit dem Kleber-Eiweiß Gluten einen Ausbruch der Krankheit begünstigen kann.

Soja-Lebensmittel

Soja kann wie Kuhmilch eine allergene Reaktion gegen das Sojaeiweiß hervorrufen. Sojaprodukte weisen meist einen hohen Gehalt an Phytoöstrogenen auf, welche eine ähnliche Wirkung haben wie das weibliche Geschlechtshormon Östradiol. Sie bestehen aus sogenannten Isoflavonen und haben eine ähnliche Wirkung wie Hormone. Sie können sich mit Rezeptoren im Gehirn, der Leber oder Geschlechtsorganen verbinden und sich auf das natürlich Gleichgewicht der Hormone Deines Babys auswirken. Darüber hinaus zeigen Studien, dass Babys, welche früh mit Soja-Produkten in Berührung kamen, eher an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse leiden. Jedoch ist die genaue Wirkung von Soja bis heute nicht geklärt.

Ziegen und Stutenmilch

Das Eiweiß der Ziegen- und Stutenmilch gleicht dem der Kuhmilch sehr stark und gilt somit ebenfalls als stark allergieauslösend, denn das Eiweiß aus Ziegen- und Stutenmilch ist für Babys genauso fremd wie das Eiweiß aus Kuhmilch. Aus diesem Grund ist diese Milch keine Alternative für die Ernährung Deines Babys. Darüberhinaus verfügt diese vermeintliche Milchalternative nicht über ausreichend Nährstoffe, um Dein Baby optimal zu versorgen. Für Dein Kind ist sowohl Kuh-, Ziegen- und Stutenmilch im ersten Lebensjahr absolut ungeeignet.

Nüsse

Du solltest Deinem Baby keine ganzen Nüsse geben, da es sich leicht an diesen verschlucken kann. Gemahlene Nüsse sind jedoch unbedenklich, diese darf Dein Baby ab dem 6. Monat essen. Laut dem Forschungsinstitut für Kinderernährung gehören Nussprodukte aber nicht grundsätzlich in den Ernährungsplan im ersten Lebensjahr.

Honig

Jede Mutter weiß: Zucker ist im ersten Lebensjahr tabu – aber wie sieht es eigentlich mit Honig aus? Honig ist ein Naturprodukt und kann demnach Bakterien beinhalten. Diese können in einzelnen Fällen den Darm Deines Babys angreifen, welches auch Säuglings-Botulismus genannt wird und eine bakterielle Lebensmittelvergiftung hervorruft. Aus diesem Grund solltest Du auch unbedingt Honig aus dem Ernährungsplan Deines Babys streichen.

Käse

Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Quark sind für Dein Baby nicht geeignet. Diese Produkte haben ein sehr hohen Eiweißgehalt und verfügen nicht über ausreichend Nährstoffe, wie Zink, Eisen und Jod, welche Dein Baby gerade in dieser Zeit benötigt. Aus diesem Grund ist es ratsam, Milchprodukte mit Einführung der Familienkost einzuführen.