Jedes Baby hat Babyspeck und das ist auch gut so – sogar sehr wichtig! Babyspeck steht für eine gesunde Entwicklung und besitzt eine schützende Funktion. Oft sind Eltern jedoch etwas verunsichert, wenn ihre Babys Wonneproppen oder auch klein und zierlich sind. Ist mein Kind zu dick oder auch zu dünn? Wie lang kann ich noch von gesundem Babyspeck sprechen?

Gesunder Babyspeck

Was bei uns erwachsenen zum Problem werden kann, ist bei Babys meist völlig normal. Säuglinge benötigen Babyspeck für ein gesundes Wachstum und eine natürliche Entwicklung. Der Babyspeck schützt die Knochen, wärmt den kleinen Körper und liefert Deinem Wirbelwind ausreichend Energie zum Toben, Lernen und Entdecken. Nach der Geburt besitzt Dein Kind einen Körperfettanteil von ca. 11%. Dieser kann innerhalb des ersten Lebensjahres auf bis zu 25% ansteigen. Bei Babys ist dieses ganz normal und “verwächst” sich im Normalfall. Bei erwachsenen würde diese Zahl jedoch auf eine starke Fettleibigkeit hindeuten.

Wusstest Du außerdem, dass das Gehirn 60% der Stoffwechselenergie benötigt? Diese Energie deckt Dein Baby vor allem durch den Babyspeck. Wenn Dein Kind anfängt zu laufen und körperlich aktiv zu werden, sinkt der Körperfettanteil schnell wieder. Ein Baby das kein Wonneproppen ist, benötigt aber trotzdem keine Extraportion Milch, sondern nur so viel wie es möchte und für sein Alter angemessen ist.

Durchschnittliche Gewichtszunahme eines Babys

Mädchen Junge
1.Monat 4.200 gramm 4.500 gramm
4. Monat 6.400 gramm 7.000 gramm
10. Monat 8.500 gramm 9.200 gramm
12. Monat 8.900 gramm 9.600 gramm

Entwicklung im ersten Lebensjahr

Es ist beeindruckend wie schnell sich Kinder im ersten Lebensjahr entwickeln. Nach vier bis sechs Monaten wiegt Dein Baby in etwa doppelt so viel wie nach der Geburt. An seinem ersten Geburtstag hat sich das Gewicht Deines Baby bereits verdreifacht. Entscheidend ist dabei nicht wieviel Gramm Dein Kind genau zugenommen hat, sondern, ob die Gewichtszunahme im richtigen Verhältnis zum Längenwachstum steht. Dein Kinderarzt wird dieses bei den Vorsorgeuntersuchungen überprüfen.

Denk immer daran, dass sich jedes Kind individuell entwickelt. Höre auf mit den Vergleichen mit anderen Kindern und lass Dich nicht verunsichern, wenn Das Kind Deiner Freundin vielleicht schneller wächst. Größe, Gewicht, Appetit, Durst und Mahlzeitenrhytmus sind bei jedem Baby unterschiedlich. Hier gibt es oft kein richtig oder falsch. Finde einen  Weg der für Dich und Dein Baby gut funktioniert.

Von Geburt an zu dick

Ist Dein Baby bereits bei der Geburt übergewichtig oder nimmt nach der Geburt übermäßig zu, sieht dieses etwas anders aus. Für den kleinen Körper wird es dann schwierig wieder umzuprogrammieren und die Fettdepots loszuwerden. Durch eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung während Deiner Schwangerschaft schaffst Du ideale Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung Deines Babys.

Ernähren sich Mütter während der Schwangerschaft falsch und sind selbst übergewichtig, überträgt sich dieses leider auf das ungeborene Kind. In diesem Fall besteht ein erhöhtes Risiko der Mutter an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Übergewichtige Babys erschweren die Geburt zudem zusätzlich und erhöhen das Risiko für Komplikationen.

Was sind die Gründe für Übergewicht?

Ist Dein kleiner Wirbelwind übergewichtig, ist es notwendig schnellstmöglich die Ursache herauszufinden. In vielen Fällen sind eine falsche Ernährung oder Bewegungsmangel die Gründe für Übergewicht. In seltenen Fällen können jedoch auch eine genetische Veranlagung oder eine Stoffwechselstörung die Ursache für Übergewicht sein. Dein Kinderarzt wird Dich dabei unterstützen und Dir helfen einen speziellen Speise- und Bewegungsplan für Dein Baby zusammenzustellen. Auf Diät setzen solltest Du Dein Baby jedoch unter keinen Umständen. Das führt nur dazu, dass es sein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl verliert. Eine ausgewogene und vollwertige Ernährung ist eine gute Grundlage für eine gesunde Entwicklung.

Übergewicht verhindern, aber wie?

Durch verschiedene Statistiken konnte gezeigt werden, dass Babys die gestillt werden im Durchschnitt seltener an Übergewicht leiden, als Kinder, die Fläschchennahrung bekommen haben. Je länger ein Baby gestillt wurde, desto geringer war der Anteil an übergewichtigen Kindern. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings nicht, dass Du Dein Baby zum Übergewicht hin erziehst, wenn Du Deinem Baby Fläschchennahrung anbietest. Du solltest Dich jedoch genau an die Zubereitungsanweisungen halten. Bei einer zu hohen Dosierung könnte es ansonsten zu einer Überfütterung kommen.

Biete Deinem Baby nur Essen an, wenn es hungrig ist. Kinder, die aus Müdigkeit, Unmut oder Langeweile essen, lernen so, dass Essen gegen alles hilft. Eine Angewohnheit, die schwer wieder abzulegen ist. Durch ständiges Essen verlieren sie zudem ihr natürliches Sättigungsgefühl und werden so zum kleinen “Nimmersatt”. Dreht es den Kopf zur Seite und verweigert die Nahrung, dann möchte es anscheinend nicht mehr essen. Spielchen wir “Noch einen Löffel für Opa, einen für Oma…”, sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Dieses gilt ebenso für die Regel den Teller immer leer zu essen, da ansonsten am nächsten tag das Wetter schlecht ist.

Mit der Einführung der Beikost solltest Du darauf achten zuckerfreie Produkte zu kaufen. In Obstgläschen und Getreidebreien ist oftmals zusätzlicher Zucker versteckt, der Deinem Baby zwar gut schmeckt, aber auch dafür sorgt, dass es unnötige Kalorien zu sich nimmt. Gleiches gilt für gesüßte Säfte oder Tees. Das sind nur kleine Zuckerbomben.

Gib Deinem Baby die Möglichkeit zu strampeln und zu krabbeln. Im Kleinkindalter sollte dann für viel Bewegung gesorgt werden. Mit dem Dreirad fahren, den Teddy im Puppenwagen schieben oder einfach nur mit den Geschwistern toben – Bewegung macht vor allem Spaß.

Und wusstest Du, dass Kinder von Frauen, die in der Schwangerschaft rauchen eher dazu neigen Übergewicht zu entwickeln? Ein zusätzlicher Grund die Zigarette nicht anzuzünden.

Fazit

Eine ausgewogene Ernährung während Deiner Schwangerschaft und der Stillzeit sowie eine vollwertige und ausgewogene Ernährung Deines Babys in der Beikostphase sind der Grundstein für ein gesundes Wachstum. Dein Kinderarzt wird dich bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen gern unterstützen und beraten.


Ein stressiger Alltag, der Spagat zwischen Familie und Berufsleben, das Geschick alles unter einen Hut zu bekommen – diese Dinge erfordern sehr viel Kraft und Geduld. Die gesunde Ernährung Deines Kindes sollte dabei jedoch nicht zu kurz kommen. Doch welche Alternativen gibt es, wenn doch Zeitmangel allgegenwärtig ist? Und worauf solltest Du vielleicht lieber verzichten?

Stressfreies Essen = gesundes Essen?

Auch wenn der Alltag öfter mal turbulent verläuft, schaffen feste Essenszeiten und schöne Rituale eine Routine die Sicherheit vermittelt. Das Einhalten regelmäßiger Strukturen kann Dir dabei helfen den Stress zu reduzieren. Für Dein Kind schafft es zudem von Beginn an eine positive Atmosphäre und einen Raum zum Entdecken und Experimentieren, in dem es zugleich Tischmanieren erlernen kann.

Unsere Anleitung zum stressfreiem Essen

  1. Essenszeit ist Familienzeit! Eure gemeinsame Zeit könnt Ihr am besten genießen, wenn der Fernseher oder das Radio nicht eingeschaltet sind, denn dadurch wird Dein Kind nur zusätzlich abgelenkt. Erzählen und lachen sorgen hingegen für eine gute Stimmung.
  2. Achte darauf, dass Dein Kind während des Essens am Esstisch sitzt und nicht spielt oder tobt, denn Ablenkung kann das Hungergefühl trüben.
  3. Ein fester Essensablauf hilft Deinem Kind dabei sich sicher im Tag zurechtzufinden. Ein Tischspruch kann zusätzlich unterstützend wirken und alle zur Ruhe kommen lassen.
  4. Dein Kind sollte am besten erst am gedeckten Tisch Platz nehmen, denn länger als 15 Minuten zu sitzen, ist für die meisten Kinder oftmals sehr anstrengend.
  5. Für alles was gut klappt kannst Du Dein Kind ruhig loben, das macht stolz, selbstbewusst und selbstständig. Kinder lernen ständig und natürlich kommt es auch mal vor, dass sich Dein Kind nicht an alle Regeln hält. In so einer Situation solltest Du für Dein Kind nachvollziehbar reagieren.

Das konsequente Einhalten von ein paar einfachen Regeln, an die sich die restliche Familie dann auch halten sollte, verhilft Dir und Deinem Kind bereits zu einem entspannteren Essen.

Fertigbrei oder selber kochen?

Sicher hast Du Dir schon die Frage gestellt, ob Fertigbrei oder doch eher selbst gekochter Brei die ideale Wahl bei der Ernährung Deines Kindes ist. Für die Beantwortung dieser Frage müssen eine ganze Reihe an Faktoren berücksichtigt werden. Beide Optionen haben ihre Vor- und auch Nachteile. Für welche Variante Du Dich auch entscheidest oder ob Du vielleicht beide miteinander kombinierst, ist Dir überlassen. Wenn Du einige Dinge beachtest, kannst Du mit beiden Optionen die richtige Wahl treffen.

Die Vorteile von Fertigbrei

Als Mama oder auch Papa ist Dir wahrscheinlich bewusst, dass Fertigbrei in erster Linie einfach praktisch ist. Ob für zuhause oder unterwegs, sie können Dir Deinen Alltag ein Stück weit erleichtern, denn das bereits fertig gekochte Gericht muss einfach nur schnell erwärmt werden und schenkt Dir dadurch ein bisschen mehr Zeit. Nicht alle Eltern trauen sich Babybrei selbst herzustellen oder haben auch einfach keine Lust dazu. Vielleicht fühlst auch Du Dich mit dem Kauf von Fertigbrei einfach sicherer, denn die Zutaten werden regelmäßig streng kontrolliert. Fertigbrei muss eine gleichbleibende gute Qualität aufweisen und ist zudem stark reguliert. Da die Herstellung und Verpackung unter kontrollierten hygienischen Bedingungen abläuft, sind sowohl Keimarmut als auch Haltbarkeit gewährleistet. Die Fertigkost ist zudem unfassbar fein püriert. Mit einem gewöhnlichen Pürierstab ist es zuhause fast unmöglich dieses hinzubekommen – und kauen kann Dein Baby die erste Zeit wirklich noch nicht. Wie Du sehen kannst, gibt es eine ganze Reihe von Pluspunkten die für Fertigbrei sprechen.

Aber Achtung, Fertigbrei ist nicht gleich Fertigbrei

“Weniger ist mehr”. Die Zutatenliste von Fertigbrei sollte in etwa dem Grundrezept eines selbst gekochten Breies entsprechen. Eine Obst-, Gemüse- oder Getreideart ist zudem erst einmal ausreichend. Kombiniert werden kann dann, wenn Dein Kind die einzelnen Zutaten jeweils gut verträgt. Achte vor allem auch darauf, dass keine unnötigen Zusätze im Fertigbrei versteckt sind. Dein Baby braucht weder zusätzliches Salz noch Zucker oder irgendwelche Gewürze. Dies ist jedoch nicht immer eindeutig gekennzeichnet. Auch wenn der Hersteller mit der Aufschrift “ohne Kristallzucker” wirbt, verbergen sich doch auch hinter Sirup, Glukose, oder Fruktose hohe Mengen an Zucker. Aromen, Nüsse oder auch Schokolade haben in den Fertigkost ebenfalls nichts zu suchen. Wenn es möglich ist, solltest Du Produkte aus ökologischem Anbau bevorzugen. Falls die in der Fertigkost enthaltene Menge an Fett nicht den offiziellen Richtlinien entspricht, kannst Du den Babybrei mit 1,2 Esslöffeln Rapsöl optimieren, damit Dein Baby auch mit allen Nährstoffen gut versorgt ist. Dieses entnimmst Du am besten der Zubereitungsempfehlung. Das im Getreidebrei enthaltene Getreide sollte außerdem ein Vollkorngetreide sein. Außerdem ist ein gutes Zeichen wenn Getreide und Obst ganz vorn in der Zutatenliste stehen, denn das bedeutet, dass sie den Hauptteil des Breis ausmachen. Möchtest Du Deinem Baby einen fertigen Getreide-Obst-Brei anbieten, achte darauf, dass darin keine Milch- oder Milchprodukte enthalten sind, denn diese können die Eisenaufnahme hemmen.

Wenn Du noch mehr über Salz, Zucker und Gewürze in der Babynahrung wissen möchtest, dann findest Du auf unserem Blog den Artikel Warum keine Gewürze in den Babybrei gehören, der viele weitere interessante Informationen bereithält. Der Artikel Inhaltsstoffe in Fertigprodukten greift das Thema Fertigkost noch einmal genauer auf.

Sollte ich lieber selber kochen?

Das Selbstkochen des Babybreies bringt natürlich ebenfalls viele Vorteile mit sich, falls Du Lust hättest es mal auszuprobieren. Ein entscheidender Punkt ist, dass Du die Zutaten flexibel auswählen und nach den Vorlieben Deines Kindes individuell gestalten kannst. Da Du entscheidest, was in den Babybrei kommt und was nicht, besitzt Du die vollkommene Kontrolle. Unnötige Zusätze wie Salz oder Zucker können zu 100 % vermieden werden. Wir empfehlen Dir auf Bioprodukte oder auch auf regionales Obst und Gemüse zurückgreifen. Die Zusammenstellung einer gesunden und ausgewogenen Kost liegt ganz in Deinen Händen. Du kannst Deinem Baby eine große Geschmacksvielfalt anbieten und es gewöhnt sich so an die Küche des Elternhauses. Auch der Kostenfaktor ist nicht zu vernachlässigen. Es darf allerdings nicht vergessen werden, dass zuhause nie eine solche Keimfreiheit herrscht, wie im professionellen Umfeld wenn Gläschen produziert werden.

Zeit sparen und gesund Essen, aber wie?

Planung ist alles! Vielleicht nicht ganz alles, aber sie kann Dir auf jeden Fall dabei helfen eine Menge Zeit zu sparen. Durch die Erstellung eines Wochen-Speiseplans kannst Du Deinen Einkauf oder die Vor- und Zubereitung viel besser planen.

Selbstgekochte Breie lassen sich zudem auch hervorragend mit Fertigbreien kombinieren. Ein reiner Gemüse- oder Obstbrei kann ergänzend mit einem selbstgekochten Brei angeboten werden. Auch das Vorkochen erspart Dir viel Stress in Situationen, wenn es für Dein Baby mal wieder nicht schnell genug gehen kann. Vorkochen ist sowohl für einzelne als auch für zusammengestellte Zutaten möglich. Wenn Du eine Auswahl an puren Rohstoffen zubereitest und einfrierst, kannst du die einzelnen Zutaten zudem individuell kombinieren. Orientiere Dich bei der Zusammenstellung einfach an den offiziellen Empfehlungen zum Selbstkochen von Babybrei.

Natürlich können bestimmte Produkte wie Vollkorn-Getreideflocken, zarte Haferflocken oder auch haltbares Obst wie Äpfel auf Vorrat gekauft werden. Achte jedoch auf die richtige Lagerung der Produkte. Hieraus kannst Du ganz einfach einen Obst-Getreide-Brei herstellen. Auch Rohstoffe wie Kartoffel, Kürbis und Karotten können wunderbar auf Vorrat gekauft werden.

Das wichtigste hierbei ist: Setzt Dich nicht unter Druck! Sowohl Fertigkost als auch selbstgekochte Breie sind für Dein Baby gut geeignet.


Essen wir etwas, weil es uns schmeckt? Oder schmeckt uns etwas, weil wir es immer wieder essen? Die Ernährungspsychologie spricht sich derzeit eher für Letzteres aus. Dies würde  bedeuten, dass Du den Geschmack Deines Kindes von Beginn an positiv beeinflussen kannst. Aber wie entwickelt sich eigentlich der Geschmackssinn? Und sollten bestimmte Lebensmittel im ersten Lebensjahr vielleicht sogar gemieden werden?

Bereits im Mutterleib ein Feinschmecker

Der Geschmackssinn Deines Babys entwickelt sich bereits während Deiner Schwangerschaft. Ca. ab der 10. Woche bilden sich dabei die ersten Geschmacksknospen.  Im Mutterleib lernt Dein Kind durch das Fruchtwasser verschiedene Geschmacksrichtungen und Aromen kennen. Der Geschmack des Fruchtwassers ist in erster Linie süß, Deine Ernährung, Dein Hormonstatus und die Ausscheidung Deines Babys beeinflussen es aber noch einmal zusätzlich. Schmeckt das Fruchtwasser eher süß trinkt Dein Baby es in höheren Dosen als bei einem eher bitteren Geschmack. Denn Dein Baby kann bereits vor der Geburt die verschiedenen Geschmacksrichtungen unterscheiden. Fakt ist, dass Dein Baby im Mutterleib stark von Deiner eigenen Ernährung geprägt wird und somit auch von Deiner persönlichen Geschmacksrichtung.

Das Geschmackserlebnis nach der Geburt

Nach der Geburt entwickelt Dein Kind langsam seine eigenen Vorlieben und Abneigungen. Kinder bevorzugen wenn sie auf die Welt kommen erst einmal süße Nahrungsmittel, deshalb steht Muttermilch ganz oben auf der Liste der Dinge, die Dein Baby liebt. Der Geschmack der Muttermilch verändert sich dabei zusätzlich durch die Art und Weise Deiner Ernährung. Aromen wie Knoblauch oder Vanille können ein bis zwei Stunden nach Verzehr in der Muttermilch nachgewiesen werden. Nach der Geburt sind die Geschmacksnerven Deines Babys noch besonders sensibel. Salzige, bittere, saure oder Nahrungsmittel mit Umami-Geschmack wird Dein Kind die ersten Monate ablehnen. Im Gegensatz dazu ist der Geschmackssinn für süße Dinge im ersten halben Jahr besonders ausgeprägt. Die süße Muttermilch lässt Dein Baby zufrieden und selig lächeln.

Erst im Alter von sechs bis sieben  Monaten entwickelt Dein Baby ebenfalls eine Vorliebe für salzige Lebensmittel. Der genaue Zeitpunkt ist von Kind zu Kind individuell. Gegen Ende des 1. Lebensjahres werden saure und bittere Lebensmittel dann nicht mehr konsequent abgelehnt. Hierbei lassen vor allem saure Lebensmittel die Lippen Deines Babys zuerst oft schürzen. Im Laufe des 2. Lebensjahres entwickelt Dein Kind dann bereits Vorlieben für bestimmte Nahrungsmittel. Der Geruchs- und der Geschmackssinn sind dabei eng miteinander verbunden.

Ist der Geschmack angeboren?

Eine genetische Präferenz für süße Speisen ist angeboren, denn süße Lebensmittel sind schnelle Energielieferanten. Natürliche Giftstoffe hingegen schmecken selten süß sondern eher bitter, weshalb Kinder im ersten Lebensjahr auch eine so starke Abneigung gegen bittere Nahrungsmittel haben. Ungiftige, reife Früchte schmecken meistens besonders süß und saftig. Die Ablehnung gegenüber sauren oder bitteren Speisen lässt sich damit begründen, dass diese bereits verdorben, unreif oder auch giftig sein könnten. Ein salziger Geschmack deutet auf Mineralstoffe in einem Nahrungsmittel hin, wohingegen der Geschmack umami vor allem in tierischen, proteinreichen Lebensmitteln vorzufinden ist.

Wie entwickelt sich der Geschmackssinn?

Für Dein Kind sind das soziale Umfeld und die Esskultur ausschlaggebend dafür, wie sich der Geschmackssinn entwickelt. Die Vorlieben und Abneigungen für bestimmte Lebensmittel werden im Laufe der Zeit erlernt. Während in einigen Ländern Insekten als Delikatesse gelten, finde viele Europäer nur den Gedanken daran schon unangenehm. In den ersten Jahren stehen Kinder unter dem besonderen Einfluss von Eltern und Geschwistern. Die Vorbildfunktion, welche die Familie dabei einnimmt, ist prägend für die Ernährungsweise des Kindes. Möchtest Du, dass Dein Kind viel Gesundes wie Obst und Gemüse isst, ist es ratsam genau das auch vorzuleben. Wenn Du jeden Tag viele Süßigkeiten und Chips verspeist, wird dies Dein Kind eher nicht zu einer gesunden Ernährung animieren. Die Erfahrungen die Dein Baby mit Essen verbindet, spielen zudem eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Geschmackssinns. Kinder müssen sich erst noch eine Art “Geschmacksgedächnis” aufbauen, das von der individuellen Ernährung Deines Babys abhängig ist. Ein entscheidender Punkt ist dabei, wie häufig bestimmte Nahrungsmittel auf dem Speiseplan stehen. Wenn du Deinem Kind gegen Ende des 1. Lebensjahres öfter mal eine Tomate anbietest, speichert es diesen Geschmack ab. Dieser Geschmack ist Deinem Baby dann vertraut, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass es Tomate in Zukunft verstärkt essen möchte. Da Dein Kind wie bereits erwähnt erste Aromen auch schon über das Fruchtwasser oder die Muttermilch wahrnimmt, lernt es so schon früh den Geschmack von bestimmten Speisen kennen, was die Wahrscheinlich erhöht, dass es diese Lebensmittel später selbst einmal gern isst. Wenn es etwas beim ersten Mal vielleicht nicht gleich essen möchte, kannst Du es Deinem Baby gerne öfter anbieten, teilweise sogar bis zu 8 bis 10 Mal, bevor es den Geschmack kennen und auch lieben lernt. Kleine Mengen reichen dafür vollkommen aus. Das “Geschmacksgedächnis” muss sich schließlich erst entwickeln. Auf der anderen Seite gibt es auch immer Dinge, die Dein Baby einfach nicht mag. Wir essen also nicht nur Dinge, weil sie uns schmecken, sondern sie schmecken uns, weil wir sie immer wieder essen, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Allgemein ist Geschmack etwas, das stark mit Emotionen verknüpft ist. Verbindet Dein Kind mit bestimmten Nahrungsmitteln ein positives Erlebnis, isst es dieses in Zukunft wahrscheinlich besonders gern. Aversionen wird es hingegen entwickeln, wenn es Speisen unter Zwang essen muss.

Dein Kind ist zudem ein geborener Feinschmecker, es hat fünf mal so viele Geschmackspapillen wie ein Erwachsener. Der Geruch spielt dabei eine ebenso zentrale Rolle wie der Geschmack. Das “Riechhirn” sitzt im limbischen System, einen Teil vom Gehirn welcher der Verarbeitung von Emotionen dient. Wichtig ist, dass Du Deinem Kind immer wieder neue Lebensmittel anbieten solltest, damit es eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen erfährt und diese mit zunehmendem Alter auch lieben lernt. Vieler Geschmäcker bedeuten gleichermaßen viele verschiedene Lebensmittel und damit eine große Palette an Vitaminen, Nährstoffen und Ballaststoffen. Mach Dein Kind ruhig neugierig wie unterschiedlich die warmen, kalten, knackigen oder zarten Lebensmittel schmecken können. Und nicht vergessen, das Auge isst mit! Die sogenannte “Neophobie”, die Furcht vor unbekanntem Essen, ist im Alter von zwei Jahren kein seltenes Phänomen. Aber keine Panik, mit der Zeit legt es sich wieder und Dein Kind wird wieder neugieriger, was die Erwachsenen oder auch die älteren Geschwister essen.

Grob gesagt gibt es fünf “Regeln der Evolution”:

  1. Bevorzuge “Überlebensnahrung” – süße, energiereiche Lieblingsspeisen, sie schmecken und sättigen!
  2. Iss nur, was Du kennst, iss nichts Bitteres – denn es könnte giftig sein.
  3. Probiere, wenn Du etwas Neues probieren musst, einen winzigen Bissen!
  4. Iss, was Deine Eltern, Geschwister und Sippe essen – damit schadest Du Dir vermutlich nicht.
  5. Meide möglichst, wovon Dir schon einmal übel wurde!

So ist es in evolutionär in Deinem Kind verankert, aber Deine Erziehung kann die Ernährung stark beeinflussen. Also nicht aufgeben und immer schön weiter probieren.

Welche Süße ist für mein Baby in Ordnung?

Auch wenn Dein Baby im ersten halben Jahr fast nur süße Sachen mag, solltest Du davon absehen die Beikost zusätzlich zu versüßen. Denn auch wenn die Vorliebe für “Süßes” angeboren ist, ist es erlernbar wie stark diese Vorliebe ausgeprägt ist, damit es Deinem Kind schmeckt. Die natürliche Süße von Obst ist z.B. vollkommen ausreichend. Das gleiche gilt auch für salzige Produkte. Von strikten Verboten solltest Du trotzdem absehen, denn Süßigkeiten sind allgegenwärtig und ein absolutes Tabu steigert nur die Attraktivität. Ein Tipp wäre, wenn Dein Kind alt genug ist, mit ihm oder ihr den Umgang mit Süßigkeiten zu besprechen und festzulegen, wann genau genascht werden darf und wann gerade auch nicht. Wenn über längere Dauer zu häufig gezuckerte Produkte angeboten werden, wird es Deinem Kind irgendwann schwer fallen die natürliche Süße von einem Apfel als Süße empfinden zu können.

Eine Präferenz für süße Lebensmittel ist also bei jedem Kind angeboren, aber das sich im weiteren Leben entwickelnde “Geschmacksgedächnis” ist erlernt. Der Geschmack Deines Kindes ist also nicht vorprogrammiert sondern kann von Dir positiv (sowie auch negativ) beeinflusst werden.


Dein kleiner Entdecker ist auf einmal unruhig, blass oder ständig müde? Dies könnten erste Anzeichen für einen Eisenmangel sein. Aber warum ist Eisen so wichtig für Dein Baby? Ein ausreichender Eisenhaushalt sorgt dafür, dass Dein Baby gut gestimmt und voller Energie ist, fördert die Konzentration und nimmt großen Einfluss auf das Immunsystem. Zudem ist es für eine gesunde Entwicklung des Gehirns essentiell. Ein Eisenmangel kann sich daher auf den ganzen Körper Deines Kindes auswirken. Aber wie beeinflusst Eisen die Entwicklung Deines Babys? Und welche eisenhaltigen Lebensmittel sind zu empfehlen?

Welche Funktion hat Eisen im Körper?

Die Hauptfunktion von Eisen ist der Transport und die Speicherung von Sauerstoff. Eisen hilft dabei Sauerstoff an Hämoglobin zu binden, den roten Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die Erythrozyten sind dafür verantwortlich den Sauerstoff in alle Organe und Zellen zu transportieren und somit im gesamten Körper zu verteilen. Auch die Muskeln Deines Kindes sind auf eine gute Eisenversorgung angewiesen. Das Muskelprotein Myoglobin versorgt die Muskeln Deines Babys mit Sauerstoff. Damit dieses in den Muskeln ankommt, nutzt es Eisenmoleküle als Transportmittel. Eisen reguliert zudem zahlreiche enzymatische Reaktionen und ist am Elektronentransport beteiligt. Mit Hilfe des Elektronentransports gewinnen die Zellen Energie. Diese beiden Funktionen nehmen dabei eine zentrale Rolle im Stoffwechsel Deines Babys ein. Eisen ist des Weiteren ein entscheidender Faktor für den Energiestoffwechsel der Nervenzellen und die Produktion von Botenstoffen wie beispielsweise Serotonin und Dopamin. Serotonin, das “Wohlfühlhormon” wirkt entspannend, schlaffördernd oder auch motivationsfördernd. Dopamin, auch als “Glückshormon” bekannt, sorgt für Wohlbefinden und den Spaß im Leben.

Was geschieht bei einem Eisenmangel?

Da Eisen sehr viele verschiedene Funktionen im Körper besitzt, kann sich ein Eisenmangel auf sehr vielfältige Weise äußern. Ein latenter Eisenmangel ist dabei die Vorstufe von einer ausgeprägten Eisenmangelanämie (Blutarmut). Blässe und Müdigkeit können neben unruhigen Verhalten oftmals Anzeichen dafür sein, dass Dein Baby nicht ausreichend mit Eisen versorgt ist. Zu wenig Eisen führt zu einer geringeren Sauerstoffversorgung, dieses gilt beispielsweise auch für das Gehirn. Für eine gesunde Entwicklung des Gehirns ist Eisen enorm wichtig, ein ausgeprägter Mangel kann dabei zu kognitiven und motorischen Beeinträchtigungen führen. Um dieses für Dein Baby auszuschließen, solltest Du auf eine ausreichende Eisenversorgung achten. Ebenfalls wird ein Eisenmangel oft durch ein geschwächtes Immunsystem gezeichnet. Falls bei Deinem Baby immer wiederkehrende Infekte auftreten, solltest Du einen Eisenmangel von einem Kinderarzt abklären lassen. Zudem können die beiden Umweltgifte Blei und Cadmium bei vorliegendem Eisenmangel vermehrt aus der Nahrung aufgenommen werden, da der Körper diese mit Eisen “verwechselt”. Blei gilt als extrem gesundheitsgefährdend, da es das Nervensystem schädigt und die Blutbildung negativ beeinflusst. Cadmium wirkt schädigend auf die Nieren und Knochen.

Eisen im ersten Lebensjahr – Worauf sollte ich achten?

Während der Schwangerschaft wird Dein Baby ausreichend über die Plazenta mit Eisen versorgt. Dieses hält nach der Geburt aufgrund des hohen Hämoglobingehalts des fetalen Blutes (das zum Fötus gehörende Blut) vorerst an. Die vorhandenen Eisenvorräte Deines Kindes sind jedoch nach 4-6 Monaten aufgebraucht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb bereits für Säuglinge ab dem 4. Lebensmonat eine tägliche Eisenaufnahme von 8 mg. Wie lange der Eisenvorrat Dein Baby versorgen kann, ist dabei individuell sehr unterschiedlich. Die Eisenreserven sind beispielsweise von Deinem Eisenstatus vor und während der Schwangerschaft sowie dem Geburtsgewicht und dem Zeitpunkt der Geburt Deines Kindes abhängig. Wir empfehlen Dir in diesem Punkt Deinen Kinderarzt hinzuzuziehen und mit diesem den Eisengehalt Deines Babys zu besprechen.

Welche eisenreichen Lebensmittel sollte ich meinem Baby anbieten?

Zwischen dem 4. und 6. Monat sind die Eisenreserven Deines Kindes aufgebraucht. Damit Dein Baby auch weiterhin aufgeweckt und voller Energie ist, sollte die Eisenversorgung nun vor allem über die Beikost erfolgen. Muttermilch und Säuglingsanfangsnahrung reicht dafür in den meisten Fällen nicht für die alleinige Deckung des Eisenbedarfs aus. Es wird empfohlen Deinem Baby eine eisenhaltige Mahlzeit täglich anzubieten. Für eine gesunde Eisenzufuhr empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung ab dem 5. Lebensmonat die Einführung eines Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breis. Bei einer gemischten Kost zählt Fleisch zu den wichtigsten Eisenlieferanten. Während Eisen aus tierischen Produkten zu ca. 20% vom Körper aufgenommen werden kann, liegt die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Produkten lediglich bei ca. 5%. Auch Fisch gehört zu den eisenhaltigen Lebensmitteln. Aus diesem Grund wird wöchentlich ein Gemüse-Kartoffel-Fisch-Brei anstelle eines Fleisch-Breis empfohlen. Möchtest du Dein Kind vegetarisch ernähren, ist dieses natürlich auch möglich. Hierbei ist es wichtig, dass Du auf sehr eisenhaltige pflanzliche Getreide und Gemüse in der Beikost achtest. Probier doch beispielsweise einen Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei mit Hirse oder auch Haferflocken als Fleischersatz. Sehr eisenhaltige Gemüse sind Fenchel, Schwarzwurzel und Brokkoli. Die Eisenaufnahme lässt sich durch Vitamin C zusätzlich steigern. Du kannst dem Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei nach dem Erwärmen einfach einen bis zwei Esslöffel vitamin-C-reichen Saft hinzugeben wie beispielsweise Apfel- oder auch Orangensaft. Es eignet sich aber auch ein vitamin-C-reiches Mus aus Äpfeln als kleinen Nachtisch. Manche Kinder reagieren allerdings sehr empfindlich auf saure Säfte, deshalb einfach mal Ausprobieren, was Deinem Kind am besten schmeckt.

Hemme ich die Eisenaufnahme meines Babys durch bestimmte Lebensmittel?

Bei sehr heißem Wetter, Fieber oder Durchfall ist es sinnvoll Deinem Baby, neben abgekochten Leitungswasser oder für die Säuglingsnahrung geeignetes Mineralwasser, ungesüßte Früchte- oder Kräutertees anzubieten. Schwarzer Tee ist für Dein Kind allerdings nicht geeignet, da die im Tee enthaltene Gerbsäure Verbindungen mit dem Nahrungseisen eingeht, wodurch die Eisenaufnahme im Körper verschlechtert wird.

Rezept für eine eisenhaltige Mahlzeit

Der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei stellt eine ideale Grundlage für eine gute Eisenversorgung  Deines Kindes dar. Du kannst den Brei ganz einfach selbst kochen.

Für eine Portion benötigst Du folgende Zutaten:

  • 100 g Gemüse (z.B. Karotten, Pastinaken, Kürbis, Fenchel, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli)
  • 50 g Kartoffeln
  • 30 g mageres Fleisch (z.B. Rind, Geflügel, Lamm)
  • 1,5 EL vitamin-C-reicher Obstsaft oder Obstmus als Nachtisch
  • 1 EL Rapsöl

Zubereitung:

  1. Gemüse putzen, Kartoffel schälen, beides in kleine Stücke schneiden.
  2. Das Fleisch ebenfalls klein schneiden.
  3. Alle Zutaten in einen Topf geben und ca. 10 Minuten dünsten.
  4. Die gegarten Zutaten mit etwas Kochflüssigkeit und Obstsaft pürieren. Ist der Brei zu fest, gern noch etwas Wasser hinzugeben.
  5. Das Rapsöl kurz vorm Essen untermischen, damit die positiven eigenschaften des Öls erhalten bleiben.  

Wenn Du noch mehr über das Thema Eisenaufnahme bei vegetarischer und veganer Ernährung wissen möchtest, dann findest Du auf unserem Blog den Artikel Vegetarisch oder Vegan – Wie ernähre ich meine Baby richtig?, der viele weitere interessante Informationen bereithält.


Immer wird davon gesprochen, dass Vitamine essentiell für die Ernährung sind und man davon fast nicht genug bekommen kann. Hast Du Dich jedoch einmal gefragt, warum eine ausreichende Vitaminversorgung so wichtig für die Gesundheit Deines Babys ist? Ob Wachstum, Immunsystem oder Entwicklung, Vitamine spielen eine entscheidende Rolle. Da die wichtigsten Vitamine nicht vom Körper selbst hergestellt werden können, müssen diese über die Nahrung aufgenommen werden. Die einzelnen Vitamine besitzen dabei sehr vielfältige Aufgaben. Doch durch welche Lebensmittel kann ich eine ausreichende Vitaminversorgung für mein Baby garantieren und wie viele Vitamine sollten aufgenommen werden?

Vor Beginn der Beikost wird Dein Baby über die Muttermilch oder Folgemilch mit allen wichtigen Vitaminen versorgt. Der Bedarf Deines Kindes an Vitaminen steigt dabei mit dem Wachstum an. Achte deshalb in der Zeit des Stillens besonders auf Deine eigene Ernährung und gestalte diese möglichst ausgewogen und abwechslungsreich, um eine ausreichende Vitaminversorgung zu gewährleisten. Bei Neugeboren hängt der Vitaminstatus dabei eng mit Versorgung während Deiner Schwangerschaft zusammen. Eine unausgewogene Ernährung kann zu einem Vitaminmangel führen, wodurch sich das Krankheitsrisiko für Dein Baby erhöhen könnte. Mit der Einführung der Beikost unterstützt Du somit, dass Dein Baby auch weiterhin alle wichtigen Vitaminen erhält.

Die fettlöslichen Vitamine

Vitamine sind in fettlöslich und wasserlöslich unterteilt. Eine Übersicht über die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K findest hier.

Vitamin A

Eine ausreichende Vitamin-A-Versorgung ist für die Zellentwicklung Deines Babys sehr wichtig. Es beeinflusst zudem sowohl das Wachstum als auch das Immunsystem Deines Kindes. Gute Vitamin A Quellen sind beispielsweise Karotten, Süßkartoffeln oder auch Spinat, da sie einen hohen β-Carotingehalt besitzen. Aus β-Carotin kann dann vorgebildetes Vitamin A hergestellt werden. Des Weiteren gilt für fettlösliche Vitamine, dass diese durch das hinzugeben von Fett besser aufgenommen werden können. Pflanzenöle eignen sich hierbei am besten für den Brei Deines Babys, aufgrund eines hohen Anteil von ungesättigten Fettsäuren. Also einfach einen Esslöffel Öl unter den Brei deines Babys mischen und schon kann geschlemmt werden. Bei Karotten gilt zwar, dass diese reich an β-Carotin sind, dieses kann jedoch aus der rohen Karotte so gut wie gar nicht aufgenommen werden. Durch das Herstellen eines Karotten-Breis kann die Aufnahme hingegen gesteigert werden. Vielleicht solltest auch Du das nächste Mal überlegen, ob Du deine Karotten pürierst. Aber Achtung: Zu viel Karotten-Brei verursacht eine orangene Nase.

Da es sich bei Spinat aber um ein sehr nitrathaltiges Gemüse handelt, solltest Du es Deinem Baby in der Regel nicht vor dem 8. Monat. Manche Kinder vertragen Spinat auch schon etwas eher. Am besten startest Du erst einmal mit einer kleinen Menge, um zu testen, ob Dein Baby das vitamin-A-reiche Gemüse mag. Wichtig ist dabei, dass Du den Spinat nicht vorkochst, da durch Bakterien beim Aufwärmen das schädliche Nitrit gebildet werden kann.

Vitamin D

Vitamin D kann im Gegensatz zu allen anderen Vitaminen in der Haut selbst hergestellt werden. Das fettlösliche Vitamin wird dabei durch Sonneneinstrahlung mittels UVB-Licht gebildet. Dein Baby solltest Du jedoch nicht direkter Sonnenstrahlung aussetzen, da die Haut noch sehr sensibel ist und erst noch eigene Schutzmechanismen entwickeln muss. Also am besten draußen in der Sonne immer schön eincremen und am besten die Zeit im Schatten genießen. Dennoch ist Vitamin D für die Entwicklung Deines Babys sehr wichtig und sollte durch Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel unterstützt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt dies sowohl für gestillte als auch für nicht gestillte Kinder. Vitamin D ist entscheidend am Calcium- und Phosphathaushalt beteiligt, wodurch die Knochengesundheit Deines Babys stark beeinflusst wird. Ein Mangel an Vitamin D kann zu einer Rachitis führen, eine Erkrankung die durch Deformierungen des Skeletts und eine herabgesetzte Muskelkraft gekennzeichnet ist.

Vitamin E & K

Das fettlösliche Vitamin E wirkt aktiv beim Zellschutz und Schutz des Immunsystems mit. Neben Vollkornprodukten ist es vor allem in pflanzlichen Ölen, Avocado oder Leinsamen enthalten.

Vitamin K auf der anderen Seite stellt einen wichtigen Faktor der Blutgerinnung dar. Dein Baby kommt nach der Geburt mit einem unzureichenden Vitamin-K-Speicher auf die Welt, das ist ganz normal. Aus diesem Grund wird Deinem Kind direkt nach der Geburt prophylaktisch Vitamin-K verabreicht, um das Risiko für mögliche Hirn-, Haut- oder Darmblutungen zu minimieren. Auch in den darauffolgenden Tagen und Wochen ist es wichtig, dass Dein Baby weiterhin zusätzliches Vitamin K erhält. Dies ist notwendig, da der Vitamin-K-Transfer über die Plazenta nur in geringem Maß und somit für Dein Kind nicht ausreichend erfolgt. Vitamin K findest Du vor allem in grünem Gemüse wie beispielsweise Rosenkohl, Broccoli oder Spinat. Es ist zudem auch in Milch, Eiern, Früchten oder Hähnchenfleisch enthalten. Da einige dieser Lebensmittel wie beispielsweise Milch aber für den Beikoststart ungeeignet sind, benötigt Dein Baby am Anfang Nahrungsergänzungsmittel.

Wasserlösliche Vitamine

Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören vor allem die unterschiedlichen Vitamin-B-Komplexe. Vielleicht siehst Du hier den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, doch wir werden Dir im folgenden die wichtigsten B-Vitamine und natürlich auch Vitamin C einzeln vorstellen.

B Vitamine – ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr

Thiamin, auch Vitamin B1 genannt, zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen. Es erfüllt wichtige Funktionen im Energiestoffwechsel und spielt eine entscheidende Rolle bei der Reizweiterleitung im Nervensystem. Thiamin ist in hohen Mengen in Schweinefleisch und Vollkornmehlen, aber auch in Haferflocken und einigen Hülsenfrüchten wie Erbsen enthalten. Um Dein Baby ausreichend mit Vitamin B1 zu versorgen, solltest Du darauf achten, dass du vor allem Vollkornprodukte anbietest.

Vitamin B2, welches auch als Riboflavin bezeichnet wird, ist an sehr vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Es ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Zellfunktionen, des Wachstums und der Entwicklung Deines Kindes. Hauptlieferanten für das wasserlösliche Vitamin können vor allem Milch- und Milchprodukte sowie Vollkornprodukte sein.

Eine ausreichende Versorgung Deines Babys mit Niacin (Vitamin B3) ist für den Ablauf wichtiger Zellvorgänge und Stoffwechselfunktionen sehr wichtig. Zwar kann der Körper Vitamin B3 aus der Aminosäure Tryptophan selbst herstellen, das reicht jedoch nicht aus, um den täglichen Bedarf zu decken. Neben Rind-, Kalbs- und Schweinefleisch sowie Geflügel ist das wasserlösliche Vitamin B3 auch in Vollkornprodukten, Obst und Gemüse enthalten. Jedoch ist zu beachten, dass Dein Baby Niacin besser aus tierischen Produkten als aus pflanzlichen Produkten aufnehmen kann. Bei einer vegetarischen Ernährung sollten vor allem Vollkornprodukte und Kartoffeln viel im Speiseplan vertreten sein.

Vitamin B6, auch Pyridoxin genannt, ist von entscheidender Bedeutung im Stoffwechsel. Zudem nimmt es Einfluss auf das Nervensystem und die Immunabwehr Deines Kindes. Das wasserlösliche Vitamin B6 ist des Weiteren an der Bildung von Hämoglobin beteiligt. Hämoglobin ist ein Eiweiß, dass für die rote Farbe des Blutes verantwortlich ist. Pyridoxin ist in höheren Mengen in Hühner- und Schweinefleisch, Fisch, Vollkornprodukten, grünen Bohnen, Linsen oder auch Bananen enthalten.

Das wasserlösliche Vitamin Pantothensäure zählt ebenfalls zur Familie der B-Vitamine. Pantothensäure reguliert viele Stoffwechselvorgänge im Körper, unter anderen auch den Abbau von Fetten und Kohlenhydraten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht eine regelmäßige Zufuhr an Pantothensäure als gesichert an, da es in geringen Mengen in fast allen Nahrungsmitteln vorzufinden ist. In hohen Mengen ist Pantothensäure in Muskelfleisch, Milch, Vollkornerzeugnissen oder Erbsen enthalten.

Sowohl der Kohlenhydrat- als auch der Protein- und Fettstoffwechsel werden vom Vitamin Biotin beeinflusst. Die verschieden Stoffwechsel sind dabei für die Energiebereitstellung zuständig. Gute Biotinquellen sind beispielsweise Haferflocken, Spinat oder auch Bananen.

Folat oder Vitamin B9, besser bekannt unter dem Namen Folsäure, spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung und Ausprägung von Zellen, – und Du weißt ja, der Mensch besteht zu 100% aus Zellen. In Kombination mit den Vitaminen B2, B6 und B12 reguliert es zudem essentielle Stoffwechselvorgänge. Es ist wichtig, dass Du bereits vor der Schwangerschaft darauf achtest, dass Du ausreichend Folat zu Dir nimmst. Eine schlechte Folatversorgung gilt als großer Risikofaktor für die Entwicklung von Neuralrohrdefekten bei Neugeborenen. Unvollständigen Verschlüsse des Neuralrohrs können Fehlbildungen des Gehirns und des Rückenmarks zur Folge haben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt sowohl schwangeren Frauen als auch Frauen die schwanger werden wollen zur Vorbeugung solcher Erkrankungen bereits täglich ein Folsäurepräparat von 400 µg einzunehmen. Es ist ratsam bereits 4 Wochen vor einer geplanten Schwangerschaft mit der Einnahme eines Folsäurepräparats zu beginnen. Dieses solltest Du jedoch in Absprache mit Deiner Gynäkologin durchführen. Um auch während der Schwangerschaft eine ausreichende Folatversorgung für Dich und Dein Baby zu garantieren, sollte das Nahrungsergänzungsmittel auch im 1. Trimester weiterhin eingenommen werden. In Nahrungsmitteln findest Du Folat vor allem in grünem Gemüse wie beispielsweise Broccoli, Spinat oder Grünkohl.

Cobalamin, besser unter Vitamin B12 bekannt, ist für die Entwicklung des Nervensystems, die Zellteilung und die Blutbildung Deines Babys verantwortlich. Das Vorkommen von Vitamin B12 beschränkt sich fast ausschließlich auf tierische Nahrungsmittel. Aus diesem Grund ist laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eine vegane Ernährung für Schwangere, Stillende und Säuglinge nicht empfehlenswert. Möchtest Du Dein Kind trotzdem vegan ernähren, solltest Du in ärztlicher Absprache auf eine dauerhafte Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten achten und eventuell zusätzlich auf angereicherte Lebensmittel zurückgreifen. Ein Verzicht auf Vitamin-B12-Präparate kann bei einer veganen Ernährungsweise zu Entwicklungsstörungen der Sprache und Motorik führen sowie das Wachstum des Kindes stark beeinflussen. Durch eine vegetarische Ernährungsweise kannst Du den Vitamin-B12-Bedarf gut durch Milch, Milchprodukte und Eier decken, da diese zu den “starken” Vitamin-B12-Lieferanten zählen. Bei einer vollwertigen Ernährungsweise können zudem Fleisch und Fisch als Vitamin-B12-Lieferanten dienen.

Vitamin C

Das wasserlösliche Vitamin C besitzt zahlreiche Funktionen im menschlichen Organismus. Vitamin C wird vor allem eine zentrale Bedeutung eines Antioxidans zugeschrieben, da es freie Radikale fängt und somit vor oxidativen Schäden schützt. Freie Radikale entstehen z.B. durch bestimmte Stoffwechselvorgänge in unserem Körper mit Sauerstoff oder auch durch UV-Strahlung. Antioxidantien helfen Dir und Deinem Baby bei der Bekämpfung von freien Radikalen, denn sie fördern Zellschäden und werden immer wieder in Zusammenhang mit bestimmte Krankheiten gebracht.  Vitamin C unterstützt zudem die Eisenaufnahme in den Körper und ist an der Bildung von Kollagen (ein wichtiges Bindegewebsprotein der Haut) beteiligt, was für die Haut Deines Kindes besonders wichtig ist. Um also die Eisenaufnahme Deines Babys, aus Fleisch- und Getreide-Breien zu verbessern, wird diesen Breien Vitamin C hinzugegeben. Dieses wird meist in Form von einem Esslöffel Apfelsaft umgesetzt. Weitere gute Vitamin-C-Lieferanten sind vor allem Obst und Gemüse und wie bereits erwähnt die daraus gewonnenen Säfte und Smoothies. Für eine gute Vitamin-C-Versorgung empfehlen wir beispielsweise Äpfel, Tomaten, Kartoffeln, Blumenkohl oder Kürbis genutzt werden.

Fazit

Durch eine vollwertige, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung  wird Dein Baby fast automatisch mit den meisten wichtigen Vitaminen versorgt, umso eine gesunde Entwicklung unterstützen. Wenn Du Dich für eine vegetarische oder vegane Beikost entschieden hast, ist es ratsam diese mit Deinem Kinderarzt zu besprechen. Achtung ist wie erwähnt bei Vitamin D geboten. Hier solltest du in Absprache mit Deinem Kinderarzt oder Hebamme auf ein zusätzliches Präparat zurückgreifen, hierbei ist es egal, ob Dein Baby vollwertig, vegetarisch oder vegan ernährt wird.


Ein kurzer Überblick über Fette, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Proteine

Die Entwicklung Deines Babys verläuft im ersten Lebensjahr wahnsinnig rasant. Jeden Tag steht ein neues Abenteuer an und hierfür wird die richtige Energie benötigt. Generell gilt, dass Dein Baby nicht andere Nährstoffe als Du selbst benötigst, denn den Super-Nährstoff gibt es nicht. Doch die optimale Zusammenstellung von Nährstoffen – Fetten, Kohlenhydraten, Proteinen und Ballaststoffen, ist ausschlaggebend für das Wachstum und die Entwicklung Deines Babys. Wusstest Du zum Beispiel, dass der Energie- und Nährstoffbedarf im ersten Lebensjahr um über das Doppelte ansteigt? Aber überleg Dir einfach mal wie sich ein Baby innerhalb von einem Jahr entwickelt und was wir innerhalb von einem Jahr erlernen?

Ist Dein Kind also im ersten Lebensjahr optimal mit Nährstoffen versorgt und entwickelt sich wie nach dem Lehrbuch, kann sich dieses auf seine spätere Gesundheit auswirken. Aber jetzt noch einmal im Detail, wofür werden die ganzen Nährstoffe eigentlich benötigt und welche Nährstoffe sind besonders wichtig?

Ist Fett schlecht für mein Baby?

 

Fett genießt oft keinen guten Ruf, denn es gilt als “Dickmacher”. Auf der anderen Seite ist es jedoch gleichzeitig ein sehr wichtiger Energielieferant und essentiell für den Organismus. Gerade nach der Geburt ist eine fettreiche Ernährung für Dein Baby wichtig, aus diesem Grund ist Muttermilch die optimale Nahrung. Sie ist extrem komplex sowie fettreich und passt sich den Anforderungen Deines Baby an. In den ersten Monaten kann Dein Baby lediglich begrenzt Nahrung aufnehmen. Dieses liegt vor allem an der Größe des Magens. Dieser muss sich erst vollständig entwickeln und ist direkt nach der Geburt mit der Größe einer Haselnuss vergleichbar. Aus diesem Grund benötigt Dein Kind auch die extrem fettreiche Nahrung um eine möglichst hohe Energiedichte zu erzielen. Ein Gramm Fett enthält ca. 9 kcal, während ein Gramm Kohlenhydrate oder Proteine lediglich 4 kcal besitzt. Fettreiche Nahrung ist aus diesem Grund auch viel sättigender als fettarme. Im Gegensatz zu unserer “erwachsenen” Nahrung enthalten Babybreie einen sehr viel höheren Fettanteil. Dieser sollte zwischen dem 4. bis 12. Lebensmonat 35-40 % betragen. Hierdurch sollte vor allem der hohe Energiebedarf Deines Babys abgedeckt werden.

Was passiert, wenn ich Fett aufnehme?

Die Hauptfunktion von Fett im Körper ist die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, E, D und K. Aus diesem Grund wird empfohlen etwas Öl zum Beispiel zum Karottenbrei hinzu zu geben und schon kann Dein Baby das darin enthaltene Vitamin A besser verarbeiten. Auf der anderen Seite ist Fett ein wichtiger Geschmacksträger. Eine weitere Aufgabe ist der Schutz vor äußeren Einflüssen. Die Fettdepots unter der Haut wärmen Dein Kind in der kalten Jahreszeit, indem sie verhindern, dass zuviel Wärme nach außen abgegeben wird und schützen die Organe, wie etwa die Nieren, vor äußeren mechanischen Einflüssen. Und hast Du Dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, warum die Haut Deines Babys so schön weich ist? Fett schützt diese extrem vor dem Austrocknen. Das heißt jetzt nicht, dass auch Du sehr viel Fett essen solltest, damit Du “Babyhaut” bekommst. Jedoch solltest auch Du darauf achten genügend gute Fette aufzunehmen. Bestimmte Fettsäuren kann der Körper nicht selber bilden und muss diese über die Nahrung aufnehmen. Gerade diese Fette sind wichtig für Stoffwechselvorgänge sowie den Aufbau einer gesunden Zellmembran.

Aber Achtung: Fett ist nicht gleich Fett!

Nicht alle Fette sind gleich. Von guten und schlechten Fetten hast Du sicherlich schon einmal gehört. Aber was ist der Unterschied und welche gehören vor allem zu den guten? Zuallererst wird bei Fetten zwischen tierischen und pflanzlichen Fetten unterschieden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei einmal täglich auf dem Speiseplan Deines Babys stehen sollten. Zweimal die Woche kann das Fleisch durch Fisch ersetzt werden. Ein übermäßiger Fleischkonsum ist jedoch ungesund, da Fleisch nur einen geringen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren besitzt. Ein regelmäßiger überhöhter Konsum an tierischem Fett in der Ernährung steigert das Risiko für Dein Baby später an Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Pflanzliche Fette hingegen besitzen einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Dein Kind benötigt die ungesättigten Fettsäuren vor allem für die Reparatur, Erneuerung und Neubildung von Zellen. Sowohl die Linolsäure als auch die Alpha-Linolensäure werden den essentiellen, ungesättigten Fettsäuren zugeordnet. Die Linolsäure zählt dabei zu den Omega-6-Fettsäuren, die Alpha-Linolensäure gehört zu den Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren sind vor allem für die Entwicklung des Gehirns und der Motorik Deines Babys sehr fördernd und sie stärken das Immunsystem. Entscheidend ist in welchem Verhältnis diese beiden Fettsäuren aufgenommen werde. Rapsöl besitzt zum Beispiel bereits von Natur aus das ideale Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren. Aus diesem Grund wird Rapsöl oft als Beikost-Öl empfohlen. Einen Löffel Rapsöl unter den erhitzten Brei mischen und schon kann genossen werden. Auch der Lachs im Gemüse-Kartoffel-Fisch-Brei ist reich an Omega-3-Fettsäuren. Aber wusstest Du, dass der Fisch wie auch wir die Omega-3-Fettsäuren über die Nahrung aufnimmt? Er ist auch nicht damit auf die Welt gekommen.

Wie wichtig sind Kohlenhydrate für mein Baby?

Kohlenhydrate sind der Nummer-1-Energielieferant. Für eine gesunde Entwicklung und ein altersgerechtes Wachstum sind sie von großer Bedeutung für Dein Baby. In Muttermilch sind viele verschiedene Kohlenhydrate enthalten, der größte Teil davon liegt in Form von Laktose vor, dem Milchzucker. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt im zweiten Lebenshalbjahr Deines Babys, dass 47% der Energie aus Kohlenhydraten gewonnen werden sollte. Doch was passiert mit den Kohlenhydraten in unserem Körper? Und welche Kohlenhydrate sind für Dein Baby zu empfehlen?

Was passiert mit den Kohlenhydraten im Körper?

Sogut wie jede Zelle in unserem Körper nutzt Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind Zucker, die sowohl als Energiequelle als auch als Energiereserve dienen- und Energie braucht Dein Baby im ersten Lebensjahr (Du kannst es wahrscheinlich schon nicht mehr hören) besonders viel. Vor allem das Gehirn ist auf auf eine große tägliche Zufuhr angewiesen, um optimal gefördert zu werden. Der Zucker den der Körper Deines Kindes benötigt, um die täglichen neuen Aufgaben zu meistern, heißt Glukose, besser bekannt unter dem Namen Traubenzucker. Die Kohlenhydrate die Dein Baby mit der Nahrung aufnimmt, werden im Körper dann zu Glukose ab- bzw- umgebaut, um so Energie bereitzustellen. Aber nicht die gesamte Energie wird sofort von den Zellen genutzt. Ein Teil wird von den Muskeln und der Leber in Glykogen umgewandelt. Glykogen bildet der Körper als Energiespeicher und dient Deinem Baby als Energievorrat. Isst Dein Baby also mal weniger, heißt es nicht gleich, dass es zu wenig Energie für den täglichen Bedarf aufnimmt. Dieses kann z.B. passieren wenn Dein Kind mal krank ist und einfach keinen Appetit hat. Ist ein Überangebot an Energie vorhanden, das die Zellen gerade nicht verwerten können, wird die überschüssige Energie aus Zucker in Fett umgewandelt. Dieses Fett wird dann vom Körper gespeichert, wodurch das Gewicht ansteigt.

Aber Kohlenhydrate können noch viel mehr. Neben ihrer unverzichtbaren Aufgabe im Energiehaushalt sind sie Gerüstsubstanzen vieler Körpergewebe, unter anderem von Knochen und Knorpel. Kohlenhydrate beeinflussen zudem den Wasser- und Elektrolythaushalt und den Fettstoffwechsel. Deine DNA und die Deines Babys besteht ebenfalls zum Teil aus Kohlenhydraten.

Welche Kohlenhydrate sollte ich meinem Baby anbieten?

Kohlenhydrate besitzen unterschiedlich lange Zuckermolekülketten. Sie werden anhand ihrer Zusammensetzung in Einfach-, Zweifach-, Mehrfach- und Vielfachzucker eingeteilt. Dein Baby nimmt Kohlenhydrate über die Nahrung auf und baut die einzelnen Zuckermoleküle mit Hilfe von Verdauungsenzymen ab. Am Ende bleibt der Einfachzucker Glukose erhalten, welcher nicht weiter abgebaut werden kann. Glukose sorgt dafür, dass Dein Baby energiegeladen ist. Je länger die Kohlenhydratketten sind, desto langsamer steigt der Blutzuckerspiegel an, wodurch Dein Baby länger mit Energie versorgt ist. Vielfachzucker besitzen dabei die längsten Kohlenhydratketten.

Einfachzucker

Der Einfachzucker Glukose ist für unseren Stoffwechsel also der bedeutendste Zucker. Fructose, der Fruchtzucker der vor allem in Obst enthalten ist, zählt ebenfalls zu den Einfachzuckern. Obst allein stellt für Dein Baby allerdings keine vollwertige Mahlzeit dar. In Kombination mit Getreide und Öl bekommt Dein Kind aber ausreichend Energie und Nährstoffe.

Zweifachzucker

Der Haushaltszucker (Saccharose) ist ein Zweifachzucker. Saccharose kann sehr schnell zu Glukose umgewandelt werden, was dazu führt, dass der Blutzuckerspiegel in kurzer Zeit ansteigt. Vorsicht ist vor allem bei speziellen “Kinderlebensmitteln” geboten. Diese Lebensmitteln sind oftmals mit Zucker angereichert. Bei Fruchtsäften kannst Du darauf achten Deinem Kind nur naturbelassene Säfte anzubieten. Laktose, der Milchzucker, ist ebenfalls ein Zweifachzucker.

Mehrfachzucker

Oligosaccharide werden auch als Mehrfachzucker bezeichnet. Die Muttermilch, die Dein Baby die ersten Lebensmonate mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, besteht zum Teil aus Oligosacchariden. Mehrfachzucker besitzen 3 bis 10 Monosaccharidbausteine.

Vielfachzucker

Zu den Vielfachzuckern, den Polysacchariden, zählen zum Beispiel Stärke, Glykogen oder auch die Ballaststoffe. Stärkehaltige Produkte sind unter anderem Kartoffeln, Reis oder Getreide. Für die Ernährung Deines Babys raten wir Dir zu Vollkorngetreide, da dieses sehr gut sättigt und im Gegensatz zu Weißmehlprodukten reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen ist. Für die Zubereitung des Milch-Getreide-Breis mit Beginn des 6. – 8. Monats eignen sich z. B. zarte Haferflocken sehr gut. Die ebenfalls sehr stärkehaltigen Kartoffeln sind in Kombination mit Fleisch und Gemüse aufgrund ihrer guten Nährstoffzusammensetzung die ideale Wahl für den ersten Fleisch-Brei. Als Polysaccharide werden alle Zucker bezeichnet, die aus über 10 Einfachzuckern bestehen.

Einteilung der Kohlenhydrate

Zuckerform Beispiele
Einfachzucker (Monosaccharide) Traubenzucker (Glukose)

Fruchtzucker (Fruktose)

Schleimzucker (Galaktose)

Zweifachzucker (Disaccharide) Haushaltszucker (Saccharose)

Milchzucker (Laktose)

Maltose (Malzzucker)

Mehrfachzucker (Oligosaccharide) Raffinose

Stachyose

Verbascose

Vielfachzucker (Polysaccharide) Stärke

Dextrine

Glykogen

Ballaststoffe

Ballaststoffe, die besonderen Kohlenhydrate

Ballaststoffe zählen mit zu den Kohlenhydraten und sind so ziemlich das gesündeste, was mit Einführung der Beikost bei Deinem Kind auf dem Speiseplan stehen kann. Hingegen ihrer Bezeichnung sind sie alles andere als Ballast für den Körper, sondern wirken unterstützend und sollten mit der Einführung der Beikost ein wichtiger Bestandteil in der Ernährung Deines Kindes sein.

Ballaststoffe sind in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten enthalten. Es gibt allerdings zwei verschiedene Arten von Ballaststoffen. Die wasserlöslichen Ballaststoffe sind vor allem in Obst und Gemüse enthalten wie beispielsweise in Kartoffeln oder auch der Schale von Äpfeln, teilweise aber auch in manchen Getreidesorten. Sie helfen unter anderem dabei die Konzentration von Cholesterin im Blut zu senken. Die positive Wirkung von Ballaststoffen beeinflusst zudem, dass sich der Blutzuckerspiegel nicht zu sehr erhöht. Indem sie die Magenentleerung verzögern, sorgen sie bei Deinem Kind für ein längeres Sättigungsgefühl. Ballaststoffe können dabei vom Körper teilweise oder gar nicht verdaut werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spricht für Säuglinge momentan keine Richtwerte für die tägliche Ballaststoffzufuhr aus, da Muttermilch diese nicht aufweist. Mit der Einführung der Beikost sollte die täglich Aufnahme zwischen dem 5. und 6. Monat bei ca. 4 g/1000 kcal liegen. Im 12. Monat dürfen es dann bereits 10 g/1000 kcal Ballaststoffe pro Tag für Dein Kind sein.

Ballaststoffe sind zudem sehr reich an sekundären Pflanzenstoffen. Diese haben einen großen Einfluss auf viele Stoffwechselvorgänge und sind äußerst förderlich für die Gesundheit Deines Babys. Sekundäre Pflanzenstoffe besitzen unter anderem entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen. Neben den löslichen Ballaststoffen gibt es ebenfalls wasserunlösliche, welche vor allem dazu dienen Wasser zu binden. Diese wirken stuhlauflockernd und fördern die Darmentleerung Deines Kindes. Zudem wird eine gesunde Darmflora Deines Babys durch im Darm lebende Bakterien, welche sich von Ballaststoffen ernähren, unterstützt. Sämtliche Gemüse-Kartoffel-Breie und Getreide-Obst-Breie weisen einen hohen Ballaststoffgehalt auf. Allerdings solltest Du darauf achten, dass Dein Kind gleichzeitig genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Ballaststoffe können sehr viel Wasser binden, bei zu geringer Wasseraufnahme kann es somit zu Verstopfungen, mit einhergehenden Bauchschmerzen führen. Also immer schön auf den Flüssigkeitshaushalt achten und die positiven Eigenschaften von Ballaststoffen nutzen. Denn sie wirken vorbeugend gegen eine Reihe von Erkrankungen.

Proteine, nicht nur für die “Pumper” unter uns

Proteine, oder auch Eiweiße genannt, verbinden wir im ersten Moment oft erst einmal mit dem Muskelaufbau. Doch Proteine benötigt der Körper für so viele verschiedene Prozesse. Da Dein Baby zu Beginn eine sehr rasante Entwicklung durchmacht, ist eine ausreichende Proteinzufuhr für Deinen kleinen Wirbelwind im ersten Lebensjahr besonders wichtig. Doch welche Aufgaben haben Proteine im Körper? Und in welchen Lebensmitteln stecken sie?

Warum braucht mein Baby Proteine?

Proteine bestehen aus vielen kleinen Bausteinen, den sogenannten Aminosäuren. Manche Aminosäuren kann der Körper Deines Kindes selbst bilden, andere müssen über die Nahrung zugeführt werden. Mit einer ausgewogenen vollwertigen Ernährung sorgst Du am besten dafür, dass Dein Baby alle essentiellen Aminosäuren erhält. Wenn sich über 100 Aminosäuren miteinander verbinden, ergibt dies bereits ein sehr kleines Protein. Die Anzahl und die Anordnung dieser Bausteine entscheidet darüber welches Protein entsteht. Es existieren dabei unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten.

Die verschiedenen Proteine haben ganz unterschiedliche Aufgaben im Organismus. Proteine benötigt der Körper in erster Linie als Grundbaustein für die Bildung von Zellen. Zellen werden täglich gebildet und dieses geht nicht ohne Proteine als Nährstoff. Sie sind darüber hinaus beim Transport von Sauerstoff oder auch der Speicherung von Stoffen wie Eisen im Körper beteiligt. Zudem beeinflussen sie das Immunsystem und sind in der Lage Dein Kind vor Krankheitserregern zu schützen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Bildung von Antikörpern oder Fibrinogen, beides sind Proteine. Wenn Dein Baby sich verletzt bildet der Körper Fibrinogen, welches zur Blutgerinnung beiträgt.

Weitere chemische Prozesse, wie Muskelkontraktion und eine “Reserve”-Energielieferung können über Proteine gesteuert werden. Auch das Hormon Insulin wird aus den Bausteinen der Proteine, den Aminosäuren, gebildet. Insulin ist ein lebenswichtiger Stoff, der für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist.

Woher bekommt mein Baby ausreichend Proteine?

Der tägliche Bedarf an Proteinen ist stark vom Alter Deines Babys abhängig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine nach Lebensmonaten gestaffelte Proteinzufuhr. Für Säuglinge im 4. und 5. Monat sollte die tägliche Zufuhr bei 1,3 g/kg Körpergewicht liegen. Vom 6. – 12. Monat sollte Dein Kind täglich  1,1 g/kg Körpergewicht Proteine erhalten. Proteinhaltige Lebensmittel zeichnen sich vor allem durch Fisch und Fleisch aus. Der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, wahlweise auch mit Fisch wie z.B. Lachs, ist dabei ideal für eine gesunde Proteinzufuhr. Als vegetarische Alternative mit hohem Proteingehalt gilt zum Beispiel der Vollmilch-Getreide-Brei.

Fakt ist, dass Fette, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Proteine essentiell für eine optimale Entwicklung Deines Babys sind. Mit einer vollwertigen und ausgewogenen Ernährung versorgst Du Dein Kind mit allen Nährstoffen die es für ein gesundes Wachstum benötigt. Falls Du Dein Kind jedoch vegetarisch ernähren möchtest, raten wir Dir dieses Thema mit Deinem Kinderarzt zu besprechen.

Los geht’s und Happen, für Happen ganz viele Nährstoffe inklusive.


Wie Du Dein Baby erziehst, ist ganz allein Dir überlassen. Eine vollwertige Ernährung mit Fisch und Fleisch, ist jedoch sehr zu empfehlen. Hierdurch bekommt Dein Baby alle Nährstoffe, die es für eine optimale Entwicklung im ersten Lebensjahr benötigt. Aber kann ich meinem auch einfach den Chicken-Nugget pürieren oder sollte ich auch etwas bestimmtes achten? Welches sollte ich beispielsweise auswählen und welches ist nicht geeignet?

Eisen- Blutbildung und Entwicklung der Muskeln

Die Eisenvorräte Deines Babys sind ca ab dem 6. Monat aufgebraucht. Somit muss das fehlende Eisen über die Nahrung aufgenommen werden. Hierfür eignet sich ein fleischhaltiger Brei am Tag hervorragend. Natürlich gibt es auch sehr viel eisenhaltiges Gemüse, jedoch kann der Körper das Eisen aus tierischen Produkten besser verwerten, als aus pflanzlichen. Aus diesem Grund raten wir Dir Deinem Baby mehrmals wöchentlich einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei anzubieten. Einmal die Woche sollte dieser außerdem durch einen Fisch-Brei ersetzt werden. Und auch eine vegetarische Alternative kann ein bis zwei mal die Woche angeboten werden. 

Welches Fleisch sollte ich für Babybrei verwenden?

Der eine isst am liebsten mageres Rinderfilet und der andere leckeren Schweinespeck, der durch sein Fett schön schmackhaft ist, oder auch doch lieber ein Würstchen. Generell gibt es sehr viele unterschiedliche Tiere für die Fleischproduktion genutzt werden und ebenfalls noch einmal so viele Teile des Fleisches, welche durch ihren Fettgehalt ausgezeichnet sind.

Bei dem Fleisch für den Brei Deines Babys solltest du vor allem darauf achten, dass Du ein sehr mageres Fleisch auswählst. Die Nieren Deines Babys müssen sich erst noch entwickeln und können beispielsweise zu viel Protein nicht verarbeiten. Hier jetzt aber noch einmal die besten Optionen im Detail. Was jedoch für jedes Fleisch gilt, wähle lieber Bio-Fleisch als Fleisch aus konventioneller Fleischproduktion.

Hähnchen oder Pute

Vor allem beim Huhn, solltest Du stark auf die biologische Tierhaltung achten. Oft werden in der Masthähnchen Produktion Antibiotika eingesetzt, welche am Ende in dem Brei Deines Babys landen. Vom Huhn sowie der Pute bietet sich besonders das magere Brustfleisch für den Babybrei an. Achte beim garen besonders darauf, dass das Fleisch wirklich durchgegart ist. PROTEIN

Rind

Rind enthält auf der einen Seite mehr Eisen als beispielsweise das Huhn. Dieses gilt für jedes rote Fleisch. Beim Rind gibt es bereits eine größere Auswahl. Die mageren Stücke sind meist Rindertartar, Rinderfilet, Rinderbraten, Tafelspitz oder auch Rindergulasch. Frag aber gern noch einmal Deinen Metzger um Rat.

Lamm

Auch hier solltest Du Deinen Metzger nach magerem Fleisch fragen. Lammfleisch gehört ebenfalls zu den sehr eisenreichen Fleischsorten.

Schwein

Vielleicht fragst Du Dich, warum Schweinefleisch kaum in Fertiggerichten für Babys zu finden ist. Dieses ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Schwein einerseits von vielen erwachsenen nicht favorisiert wird, auf der der anderen Seite hat es religiöse Gründe. Wenn Du Schweinefleisch für den Babybrei Deines Babys nutzen möchtest, ist dieses vollkommen in Ordnung. Achte hierbei einmal wieder darauf, dass Du mageres Fleisch kaufst, beispielsweise mageres Schweineschnitzel, natürlich ohne Panade.

Fertigprodukte – Fleischzubereitung

Es kann unterschiedliche Gründe haben, dass Du vielleicht kein Fleisch zubereiten möchtest, jedoch eine vollwertige Ernährung für Dein Kind wünscht. Hierfür hat sich die Industrie etwas überlegt, die Fleischzubereitung. Wie es dem Namen schon zu entnehmen ist, handelt es sich hierbei nicht um reines, püriertes Fleisch. Das Fleisch ist zusätzlich mit Stärke, Reismehl und Öl vermengt.

Außerdem wird von vielen der Geruch dieser Gläschen beim öffnen kritisiert.

Tipps wie Du Dir Dein Leben leichter machen kannst

In den Brei deines Babys gehören lediglich 30g Fleisch. Für jede Zubereitung frisches Fleisch zu kaufen kann lästig sein und viel Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb haben wir ein paar Tipps, wie Du Dir das Leben etwas leichter machen kannst.

  • Friere frisches Fleisch zerkleinert in 30g Portionen ein
  • Bereite das Fleisch zu (garen und pürieren) und fülle dieses in kleine Portionen in Eiswürfelformen. So kannst Du es einfach auftauen und erhitzen, wenn Du bereits einen Gemüse-Brei zubereitet hast.
  • Bereite bereits den kompletten Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zu und friere diesen in kleine Portionen ein.

ACHTUNG: Wenn Du Brei oder auch Fleisch einfrierst, solltest Du diesen nach dem auftauen nicht ein weiteres mal einfrieren!

Bitte bei der Zubereitung beachten

In jeden Fleisch-Brei gehört etwas Vitamin-C. Damit auch der Körper Deines Babys das Eisen aus dem Fleisch besser aufnehmen kann, nutzen wir Vitamin-C als kleines Helferchen. Dieses kannst Du ganz einfach umsetzen, einfach 1-2 Eßlöffel vitamin-c-haltigen Saft, beispielsweise Orangen- oder Apfelsaft, dem Brei nach dem erwärmen unterrühren. Tipp: Immer erst nach dem erwärmen hinzufügen, damit kein Vitamin-C durch die Hitze zerstört wird.

Wie koche ich einen Fleisch-Brei selbst?

Wir empfehlen Dir Dich an das Verhältnis 100-50-30 zu halten – das heißt 100g Gemüse, 50g Kartoffel und 30g Fleisch. Auch wenn Dir 30g sehr wenig vorkommen können, ist dieses für Dein Baby vollkommen ausreichend. Für Dein Baby ist es leichter diese kleinen Mengen zu verwerten. 4-5 Fleischmahlzeiten pro Woche versorgen Dein Baby mit ausreichend Eisen.

Das Gemüse kannst Du natürlich nach den Vorlieben Deines Babys variieren. Achte jedoch vor allem am Anfang darauf, dass es keinen hohen Protein-Anteil hat. Zu viel Protein und  Fett können die Nieren Deines Babys noch nicht verarbeiten. Vor allem Gemüse wie Broccoli oder auch Spinat sollten mit anderen Gemüsesorten vermischt werden.


Um Milch ranken sich viele Mythen und Legenden. Wir assoziieren sie mit Schönheit, Stärke und Gesundheit – und es gibt sie in so vielen verschiedenen Formen. Muttermilch, Vollmilch, Kindermilch, Ziegenmilch oder auch Sojamilch. Die klassische Milch, die Kuhmilch, gilt als Lieferant essentieller Nährstoffe und Spurenelemente. Sie wird aber auch mit Gesundheitsrisiken, wie Allergien und Unverträglichkeiten, in Verbindung gebracht. Aber ist sie auch für Babys geeignet? Und wenn ja, ab wann?

Kuhmilch – was ist eigentlich drin?

Kuhmilch ist ein sehr komplexes und nährstoffreiches Lebensmittel. Sie besteht aus zahlreichen Proteinen sowie Kohlenhydraten, Vitaminen, Fett, Wasser und Spurenelementen. In unserer Ernährung sind Milch- und Milchprodukte jedoch in erster Linie Kalziumlieferanten. Dieser lebenswichtige Mineralstoff ist vor allem für ein stabiles Knochengerüst und gesunde Zähne Deines Babys verantwortlich. Pflanzliche Lebensmittel, wie Grünkohl oder Spinat, weisen ebenfalls Kalzium auf, jedoch nur in geringeren Mengen.

Braucht mein Baby Kuhmilch?

Mit der Einführung der Beikost stellt der Milch-Getreide-Brei die optimale Kalziumquelle dar. Die herkömmliche Trinkmilch hingegen wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erst empfohlen, wenn Dein Baby ca. 10–12 Monate alt ist. Für Säuglinge ist Kuhmilch zum Trinken ungeeignet, da sie einen zu hohen Protein- und Mineralstoffgehalt besitzt und nicht reichhaltig genug an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Eisen und Jod ist. Für eine gesunde Entwicklung Deines Babys spielen diese Mikronährstoffe jedoch eine wichtige Rolle. Die Gabe zusätzlicher Milchprodukte kann aufgrund des hohen Proteingehalts im ersten Lebensjahr zudem die kindlichen Nieren belasten. Möchtest Du Deinem Baby mit 10 – 12 Monaten Kuhmilch geben, solltest Du allerdings darauf achten nur pasteurisierte oder hocherhitzte Milch zu verwenden, um Dein Kind vor gefährlichen Keimen, wie beispielsweise EHEC, zu schützen. Manche Kinder reagieren allerdings allergisch auf Kuhmilch. Aber woran erkenne ich eine Kuhmilchallergie?

Symptome einer Kuhmilchallergie

Eine Kuhmilchallergie zeigt sich auf sehr vielfältige Art und Weise. Leider sind die ersten Beschwerden anfänglich oft schwer zuzuordnen. Bei einer Kuhmilchallergie reagiert das Immunsystem der betroffenen Kinder auf das Eiweiß in der Milch. In vielen Fällen verliert sich die Allergie aber glücklicherweise noch im Kindesalter wieder. Folgende Symptome können Anzeichen dafür sein, dass Dein Baby auf Kuhmilch allergisch reagiert:

  • Hautreaktionen, wie Juckreiz und Ausschlag
  • Dein Baby weint und schreit viel
  • Magen-Darm-Probleme, wie Erbrechen, Blähungen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung
  • seltene Beschwerden können auch Kreislaufprobleme, Atemwegsbeschwerden, wie Asthma, oder ein anhaltender Schnupfen sein
  • Dein Baby hat nur wenig Energie oder Appetit
  • eine zu geringe Gewichtszunahme oder sogar eine Gewichtsabnahme
  • äußerst selten tritt der lebensbedrohliche anaphylaktische Schock ein. Dann solltest Du sofort ärztliche Hilfe holen!

Hast Du den Verdacht, dass Dein Baby auf Kuhmilch allergisch sein könnte, solltest Du umgehend einen Kinderarzt kontaktieren.

Bei acht von zehn Kindern verschwindet die Kuhmilchallergie im Kindesalter wieder. Viele Kinder, die allergisch auf Kuhmilch reagieren, zeigen meist auch eine allergische Reaktion auf Ziegenmilch. Für die Säuglingsnahrung sind Ziegen-, Schafs- oder Stutenmilch aber sowieso absolut ungeeignet! Gleiches gilt übrigens auch für Soja-, Reis-, Dinkel-, Mandel- und Hafermilch. Die Nährstoffzusammensetzung dieser Milchalternativen ist für Babys ungünstig.

Die partiell hydrolysierte Säuglingsersatznahrung (HA-Nahrung) hingegen ist nur für Kinder geeignet, die ein erhöhtes Risiko besitzen an einer Kuhmilchallergie zu erkranken. Babys, die bereits unter einer Kuhmilchallergie leiden, dürfen die HA-Nahrung nicht erhalten, da sie immer noch Teile des Kuhmilcheiweißes enthält.

Unter folgendem Link kannst Du einen Allergie-Risiko-Check für Dein Baby machen.

Was sind die Ursachen einer Kuhmilchallergie?

Das Immunsystem eines Kindes reagiert mit einer Überreaktion auf das Eiweiß in der Kuhmilch, weil es dieses als etwas Gefährliches einstuft. Das löst anschließend die allergischen Symptome aus. In der Milch kommen viele verschieden Eiweiße vor: Kasein, β-Laktoglobulin, α-Laktoglobulin, Laktoferrin, Rinder-Serumalbumine und Immunglobuline. Die meisten Allergien werden durch Kasein und β-Laktoglobulin ausgelöst. Manche Babys reagieren aber auch auf mehrere Eiweiße. Wenn Kuhmilch bei Deinem Baby eine allergische Reaktion auslöst, kann sich das in zwei Formen äußern.

Allergie-Typ-1:

Bei diesem Allergie-Typ kommt es zu einer Sofortreaktion. Das bedeutet, dass Dein Baby unmittelbar nachdem es Kuhmilch zu sich genommen hat, eines oder mehrere der oben genannten Symptome aufzeigt. In etwa 50% der Fälle kommt es zu einer Sofortreaktion, eine Reaktion zeigt sich dann innerhalb von wenigen Minuten.

Allergie-Typ-4:

Bei diesem Allergie-Typ ist die Reaktion deutlich verzögerter. Eine so genannte Spätreaktion zeigt sich erst nach Stunden, manchmal sogar erst nach Tagen.

Was die konkreten Ursachen für eine Kuhmilchallergie sind, ist leider noch nicht hinreichend erforscht. Allerdings besitzen allergiegefährdete Kinder bei einem zu frühen Kontakt mit Kuhmilch ein höheres Risiko eine Allergie zu entwickeln. Ein Grund ist aber wahrscheinlich, dass das Immunsystem und der Magen-Darm-Trakt von Babys noch nicht ausgereift sind, weshalb potentielle Allergene es leichter haben den kleinen Körper zu gefährden. Das eine Allergie beim Stillen aufgrund der Ernährung der Mutter ausgelöst wird, ist eher unwahrscheinlich. Im Gegenteil gilt Stillen sogar als eine der effektivsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Allergien.

Kuhmilchallergie vs. Laktoseintoleranz

Eine Kuhmilchallergie und eine Laktoseintoleranz sind nicht das Gleiche. Bei einer Kuhmilchallergie sind Kinder allergisch auf ein oder mehrere Eiweiße in der Kuhmilch. Bei einer Laktoseintoleranz hingegen liegt eine Unverträglichkeit gegen den Milchzucker, auch Laktose genannt, vor. Den Betroffenen fehlt in diesem Fall das Enzym Laktase, welches den Milchzucker (Laktose) in weitere Bestandteile spalten kann. Ohne das Enzym Laktase ist keine Spaltung möglich und die Laktose kann nicht aufgenommen werden. Der ungespaltene Milchzucker gelangt in den Dickdarm, wo er von Bakterien vergoren wird. Menschen mit einer Laktoseintoleranz bekommen dadurch oftmals Blähungen und schlimme Bauchschmerzen. Auch wenn die Symptome oft ähnlich sind, handelt es sich hierbei um zwei verschiedene Erkrankungen.

Was hilft bei einer Kuhmilchallergie?

Hast Du den Verdacht, dass Dein Baby eine Kuhmilchallergie besitzt, solltest Du das umgehend von einem allergologisch spezialisierten Kinderarzt abklären lassen. Der Kinderarzt wird dann entsprechende Tests durchführen und alles Weitere mit Dir besprechen. Eine Kuhmilchallergie lässt sich leider nicht heilen. Die Symptome und Beschwerden können nur verhindert werden, wenn Kuhmilch und alle daraus hergestellten Produkte gemieden werden. Die Kuhmilch im Milch-Getreide-Brei wird dann meistens durch eine hochwertige, hypoallergene Spezialnahrung ersetzt. Eine solche Umstellung sollte aber immer von einem Kinderarzt begleitet werden. Bei vielen Kindern entwickelt sich eine Kuhmilchallergie wieder von selbst zurück, wenn nicht, muss allerdings weiterhin auf Kuhmilchprodukte verzichtet werden. Ein Arzt kann dies mittels eines Provokationstest feststellen.

Wie kann ich das Risiko einer Erkrankung senken?

Die Vermeidung von Tabakrauch und das Stillen sind die beiden besten Maßnahmen, um die Entwicklung einer Allergie vorzubeugen. In den ersten Lebensmonaten sollte Dein Baby darüber hinaus keine Kuhmilch erhalten. Mit der Einführung der Beikost ist Dein Kind zwischen dem 6.-8. Monat bereit für den Milch-Getreide-Brei. Ein verzögerter Kontakt mit Kuhmilch schützt Dein Baby nicht vor möglichen Allergien. Es wird davon ausgegangen, dass die frühzeitige Einführung potentieller Nahrungsmittelallergene sich sogar positiv auf die Toleranzentwicklung auswirkt. Muttermilch oder ersatzweise Säuglingsmilchnahrung versorgt Dein Baby die ersten 4-6 Monate erst einmal mit allen wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen. Besitzt Dein Kind ein erhöhtes Risiko an einer Kuhmilchallergie zu erkranken, ist es am sinnvollsten auf HA-Nahrung zurückzugreifen. Halte dabei jedoch vorab Rücksprache mit einem Kinderarzt.

Wenn Du noch mehr über das Thema Allergieentwicklung wissen möchtest, dann findest Du auf unserem Blog den Artikel Allergien vorbeugen – was kann ich als Mutter tun?, der viele weitere interessante Informationen bereithält.


Bringe ich mein Kind durch Veganismus in Gefahr?

Neue Food-Trends entstehen jedes Jahr. Ob ein Trend überlebt und zu einer Lebenseinstellung wird, ist dabei nicht von vornherein klar. Ob Smoothies, Superfoods oder Street Food aus aller Welt, viele unterschiedliche Trends sind hier zu finden. Auch die vegane Ernährung gehörte seinerzeit zu einem Trend. Mittlerweile kann hier von einer Lebenseinstellung gesprochen werden, welche aus unterschiedlichen Gründen entstanden ist. Die vegane Ernährung eines Säuglings ist jedoch fraglich und wird in der Gesellschaft stark diskutiert. Wie gefährlich ist eine vegane Ernährung für Dein Baby wirklich?

Experten raten von veganer Ernährung im Säuglingsalter ab

Experten sprechen sich größtenteils gegen eine vegane Ernährung für Säuglinge aus. Jedoch bestehen auf diesem Gebiet nicht ausreichend Studien, um eine genaue Aussage zu treffen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spricht sich gegen eine vegane Ernährung von Säuglingen aus, aufgrund hoher Nährstoffdefizite. Auch das Forschungsinstitut für Kinderernährung und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfehlen keine vegane Ernährungsweise für Babys. Defizite der Nährstoffversorgung vor allem im ersten Lebensjahr können eine Gefahr für die Entwicklung und Gesundheit Deines Babys darstellen. Der Vegetarierbund Deutschland spricht sich hingegen dafür aus, dass eine vegane Ernährung auch für Kinder im Säuglingsalter möglich ist. Hierbei müsste jedoch verstärkt auf eine günstige Zusammenstellung der Nahrung geachtet werden. Die Uneinigkeit der Experten besteht aufgrund einer zu geringen Anzahl an Langzeitstudien sowie hieraus basierender Ergebnisse.

Vegane Ernährung nur mit ärztlicher Unterstützung

Möchtest Du Dein Kind vegan ernähren, ist das prinzipiell möglich, allerdings nur mit entsprechendem Fachwissen und einer guten Planung. In einem solchen Fall solltest Du unbedingt mit Deinem Kinderarzt Rücksprache halten, um eine Fehlernährung auszuschließen. Tierische Produkte enthalten viele lebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Eine ausreichende Kalziumaufnahme zu garantieren ist beispielsweise ein kritischer Punkt der veganen Ernährung.

Kalzium im Körper – wozu ist es da?

Kalzium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen im Körper. Über 99% des im Körper befindlichen Kalziums ist in Knochen und in Zähnen zu finden. Das letzte Prozent ist in den Zellen sowie im Blut enthalten. Alleine dieser kleine Prozentsatz ist bereits essentiell an Blutgerinnung, Erregbarkeit von Nervenzellen sowie Muskulatur und der Aktivierung von Hormonen sowie Enzymen beteiligt. Ebenso ist Kalzium stark mit dem Vitamin-D-Stoffwechsel verbunden. Vitamin D sorgt dafür, dass vermehrt Kalzium im Darm aufgenommen werden kann, weshalb für eine ausreichende Kalziumversorgung auch immer auf eine gute Vitamin-D-Versorgung geachtet werden sollte. Du merkst sicherlich bereits, wie sehr Kalzium in unserem Körper gebraucht wird, da es an extrem wichtigen Prozessen innerhalb unseres Körpers, sowie dem Körper Deines Babys beteiligt ist.

Wie passen Kalzium und eine vegane Ernährung zusammen?

Für Dein Baby ist eine ausreichende Versorgung mit Kalzium sehr wichtig. Dieses gilt nicht nur für die Beikostzeit sondern auch für die Milchnahrung. Wenn Du Dein Baby stillst, solltest Du ebenfalls auf Deine eigene Ernährung und somit Deine Kalziumzufuhr achten. Wenn Du nicht stillst, ist eine alternative Säuglingsnahrung schwer umzusetzen. Zwar gibt es  Säuglingsmilchnahrung auf Sojabasis, diese sind allerdings stark mit Zuckerzusätzen angereichert. Unter keinen Umständen solltest Du auf pflanzliche Milchalternativen aus Soja-, Hafer-, Mandel-, Reis- oder Dinkelmilch zurückgreifen und daraus eigenhändig Säuglingsanfangsnahrung herstellen. Diese Milchalternativen sind nicht als Säuglingsmilch geeignet. Auch wenn oft mit einer Kalziumanreicherung dieser Produkte geworben wird, für Säuglingsnahrung weisen sie eine ungeeignete Nährstoffzusammensetzung auf. Die Verwendung solcher Milchersatzprodukte kann sich negativ auf die Entwicklung Deines Kindes auswirken. Was solltest Du also tun, wenn Du Dein Baby dennoch vegan ernähren möchtest?

Du könntest auf pflanzliche Kalziumlieferanten zurückgreifen

Bei einer ausgewogenen Mischkost sowie bei einer vegetarischen Ernährungsweise erfolgt der größte Teil der täglichen Kalziumaufnahme meist über Milchprodukte. Mit der Einführung der Beikost wäre hier also der Vollmilch-Getreide-Brei für Dein Baby ideal als Kalziumlieferant. Diese Produkte fallen jedoch bei der veganen Ernährung weg. Welche pflanzlichen Alternativen eignen sich also am besten?

Brokkoli stellt für Dein Kind im ersten Lebensjahr eine gute Kalziumquelle dar. Neben zahlreichen Vitaminen enthält Brokkoli zudem viele sekundäre Pflanzenstoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe fördern die Gesundheit indem sie z.B. entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Ab dem zehnten Monat eignet sich ebenso Spinat als Kalziumlieferant. Bei der Zubereitung von Spinat solltest Du jedoch auf einiges achten. Auch Mineralwasser ist oft mit Kalzium angereichert oder beinhaltet es natürlicherweise. Für Dein Baby solltest Du es jedoch nur verwenden, wenn das Etikett klar mit dem Schriftzug “zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet” gekennzeichnet ist.

Fazit

Eine vegane Ernährung Deines Babys ist prinzipiell möglich, jedoch mit mehr Aufwand sowie Kontrolle verbunden als bei vollwertiger Mischkost. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist darauf hin, dass folgende vier Punkte unbedingt beachtet werden sollten:

  1. Nahrungsergänzung von Vitamin B12
  2. regelmäßige ärztliche Kontrollen
  3. nährstoffreiche Ernährung
  4. Betreuung durch Fachpersonal

Dies ist notwendig, um kritische Nährstoffwerte wie beispielsweise Kalzium zu überprüfen. Offiziell empfohlen wird jedoch weiterhin eine ausgewogene und gesunde Mischkost.

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